Akamai-Aktie: Rabenschwarz!

Die Akamai-Aktie rauscht am Freitag um 17% in die Tiefe und ist das Schlusslicht im S&P 500-Index. Was steckt hinter dem dramatischen Kurseinbruch?

Auf einen Blick:
  • Potenzielle Bedrohung durch Claude Mythos
  • KI-Modell kann Sicherheitsschwachstellen aufdecken
  • Preisdruck durch KI-Tools dürfte zunehmen

Es war ein rabenschwarzer Tag für die Akamai-Aktie. Am Freitag krachte der Kurs des Cyber Security-Unternehmens um 17 Prozent in die Tiefe. Akamai war damit das Schlusslicht im US-Leitindex S&P 500. Was steckt hinter dem dramatischen Kurseinbruch?

Claude Mythos macht Angst

Der Freitag war nicht nur ein rabenschwarzer Tag für Akamai, sondern für die gesamte Internet-Sicherheitsbranche. Auch andere Branchenschwergewichte wie Palo Alto Networks und CrowdStrike hatten herbe Kursverluste zu verkraften.

Auslöser des Kursbebens in der Cyber Security-Branche ist mal wieder der KI-Entwickler Anthropic. Mit seinem neuesten Modell Claude Mythos hat er ein Tool entwickelt, mit dem sich verborgene Software-Schwachstellen auffinden lassen. Aus Sicherheitsgründen ist das KI-Modell nicht öffentlich zugänglich.

Trotzdem ist die Sorge der Börse groß, dass KI-Tools wie das von Anthropic spezialisierten Cybersicherheitsunternehmen wie Akamai bereits kurzfristig das Wasser abgraben können. KI-Agenten von Anthropic wären bestenfalls in der Lage, Bedrohungen nicht nur zu erkennen, sondern autonom IT-Infrastrukturen in Echtzeit umzubauen, um Angriffe abzuwehren.

Der Preisdruck könnte gewaltig werden

Bislang schien die Cybersicherheitsbranche weitgehend von der SaaSpocalyse, also der Bedrohung durch KI-Modelle, verschont geblieben zu sein. Mit Claude Mythos könnte sich das nun ändern. Zumindest signalisiert das die Reaktion der Börse.

Kostengünstige KI-Lösungen könnten einen gewaltigen Preisdruck auf Akamai ausüben, selbst wenn sie in puncto Funktionalität nicht mit den Produkten des Software-Spezialisten mithalten können. Es drohen ungemütliche Zeiten für Akamai.

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