Im Fahrwasser einer Erholung des europäischen Halbleitersektors verzeichnete Aixtron zum Wochenausklang deutliche Kursgewinne. Die Aktie legte am Freitag um 2,0 Prozent auf 34,96 Euro zu. Für Rückenwind sorgten positive Analystenkommentare zu Branchennachbarn sowie optimistische Äußerungen von Nvidia-Chef Jensen Huang bezüglich des weltweiten Chipabsatzes im Jahr 2027.
Branchenstimmung stützt den Ausrüster
Das verbesserte Umfeld im Tech-Sektor gab den Ausschlag für das Kaufinteresse. Am Freitag hob Oddo BHF die Einstufung für den deutschen Chiphersteller Infineon mit einem Kursziel von 80 Euro auf „Outperform“ an. Parallel dazu setzte die UBS für Siltronic ein Kursziel von 120 Euro an.
Zusätzlich trieben Äußerungen aus den USA die Branche an. Jensen Huang äußerte sich zuversichtlich über die künftige Nachfrage nach Halbleitern. Das stützte die Erwartungen der Investoren für Ausrüster, deren Anlagen für moderne Produktionsprozesse benötigt werden.
Trotz des jüngsten Anstiegs zeigt sich auf mittlere Sicht eine spürbare Konsolidierung. Mit dem aktuellen Niveau notiert das Papier 44 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 62,68 Euro, das im Juni erreicht worden war.
Großinvestoren und Produktionsausbau
Auf der Anteilseignerseite gab es im laufenden Monat Veränderungen. Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, hat JPMorgan Chase seine Position an Aixtron am 4. September auf 5,17 Prozent aufgestockt, nachdem der Anteil zuvor bei 4,92 Prozent gelegen hatte. Die Beteiligung setzt sich aus 1,03 Prozent direkten Aktien sowie 4,14 Prozent über Finanzinstrumente zusammen.
Operativ treibt das Unternehmen seine internationale Präsenz und Entwicklungsprojekte voran. Am 23. Juli gab Aixtron die Errichtung einer modernen Produktionsstätte in Malaysia bekannt, mit der die dortige Halbleiterindustrie unterstützt werden soll.
Zuvor hatte am 23. Juni das US-Forschungsinstitut MIT Lincoln Laboratory in zwei Hyperion-Systeme für 300-Millimeter-Wafer investiert, um die Forschung an Galliumnitrid und 2D-Materialien zu vertiefen.
Bereits am 14. April hatte Aixtron seine Jahresprognose für 2026 angehoben. Der Vorstand peilt für das Gesamtjahr einen Umsatz von 560 Millionen Euro an, mit einer Bandbreite von plus oder minus 30 Millionen Euro. Dabei wird eine Bruttomarge von rund 42 Prozent sowie eine EBIT-Marge zwischen 17 und 20 Prozent in Aussicht gestellt.
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