Die Aixtron-Aktie setzt sich am Mittwoch mit einem Kursgewinn von sechs Prozent an die Spitze der Werte im TecDAX und steigt damit fast auf ihr bisheriges Jahreshoch. Was steckt hinter dem Kurssprung des Chipindustriezulieferers?
Eine bullische Bank
Hinter dem heutigen Kursgewinn der Aixtron-Aktie stehen im Wesentlichen zwei starke Treiber: eine Empfehlung von der Wall Street und ein exzellentes Branchenklima.
Der Hauptauslöser für den heutigen Kurssprung ist eine neue Studie der US-Großbank JPMorgan. Ihre Analysten haben das Kursziel der Aixtron-Aktie massiv von bisher 54,50 Euro auf stolze 70,00 Euro angehoben und die Einstufung auf „Overweight“ belassen.
Die Begründung der Analysten für die Kurszielanhebung lautet, dass die Börse zwar die erste Phase des Wachstums verstanden habe, aber völlig das gewaltige Potenzial der nächsten Schritte unterschätze. Insbesondere bei den zukunftsträchtigen Galliumnitrid- (GaN)und Siliziumkarbid-Anlagen (SiC) steht Aixtron laut JPMorgan vor einem massiven Boom.
Für das Jahr 2028 rechnet die US-Bank mit einem Umsatz, der 25 Prozent über dem aktuellen Marktkonsens liegt. Beim operativen Ergebnis (EBIT) erwartet JPMorgan sogar sensationelle 60 Prozent mehr als der restliche Markt. Zudem wird betont, dass Aixtron im Vergleich zur internationalen Halbleiterausrüsterkonkurrenz derzeit rund ein Viertel zu günstig bewertet ist.
Und ein hungriger Markt
Die JPMorgan-Studie trifft auf einen ohnehin extrem hungrigen Markt für Halbleiter- und KI-Werte. Das renommierte Analysehaus Oddo BHF hat sich heute Morgen ebenfalls sehr positiv zum gesamten Sektor geäußert. Das bullische Momentum lockt zusätzlich kurzfristig orientierte Trader und computergesteuerte Handelssysteme an, was den Aufwärtsdruck am Nachmittag noch verstärkt.
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