Nach der rasanten Kursvervielfachung der vergangenen Wochen ist die Aixtron-Aktie ins Straucheln geraten. Am Montag rutschte das Papier erstmals seit fast einem Jahr spürbar unter die 200-Tage-Linie – ein Signal, das charttechnisch orientierte Anleger aufhorchen lässt. Wer zuletzt auf eine Fortsetzung der Rally gesetzt hat, sieht sich nun mit einer handfesten Korrektur konfrontiert.
Wichtige Marke unter Druck
Aktuell hält sich der Kurs noch an einer historischen Unterstützungszone aus dem Jahr 2011 bei 34,08 Euro. Diese Marke gerät jedoch zunehmend unter Druck – rutscht die Aktie darunter, könnte die Unterstützung ihre Wirkung verlieren. Fällt der Kurs weiter unter 31,40 Euro, dürften verstärkt Anleger auf sinkende Kurse setzen. Als nächste Ziele auf der Unterseite gelten dann 28,74 Euro und 23,69 Euro.
Auf der anderen Seite bräuchte es einen schnellen Sprung über 50,98 Euro, um wieder Kurs auf das bisherige Hoch bei 62,66 Euro zu nehmen – ein Szenario, das angesichts der aktuellen Schwäche derzeit fern liegt.
Halbleiternachfrage bleibt intakt, Stimmung kippt kurzfristig
Strukturell dürfte die Nachfrage nach Halbleitern über einen längeren Zeitraum robust bleiben. Kurzfristig richtet sich der Blick der Anleger allerdings auf die Sorge, der starke KI-Boom könnte sich vorübergehend abschwächen. Genau dieses Wechselspiel zwischen langfristiger Zuversicht und kurzfristiger Nervosität spiegelt sich derzeit in der Kursentwicklung von Aixtron wider.
Für Anleger mit einer positiven Grundhaltung könnten die genannten Unterstützungszonen interessante Einstiegsbereiche darstellen – vorausgesetzt, es bildet sich dort tatsächlich ein stabiler Boden. Bricht die Marke bei 34,08 Euro dagegen nachhaltig weg, dürfte der Weg in Richtung der tieferen Kursziele frei werden.
Entscheidend wird in den kommenden Handelstagen sein, ob sich der Kurs oberhalb von 31,40 Euro stabilisieren kann. Erst ein Rückeroberern der 50,98-Euro-Marke würde der Aktie wieder Auftrieb in Richtung ihres bisherigen Hochs verschaffen.
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