Während der Bedarf an Lasertechnik für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) rasant steigt, zeigt sich die Aktie von Aixtron anfällig für Korrekturen. Trotz eines massiven Wachstums beim Auftragseingang musste der Anlagenbauer in der vergangenen Handelswoche Rückschläge hinnehmen. Anleger stellen sich die Frage, ob die fundamentale Stärke des Unternehmens die aktuelle Schwächephase im Chipsektor überbrücken kann.
Gewinnmitnahmen im Technologiesektor
Am Dienstag berichtete dpa-AFX von spürbaren Gewinnmitnahmen bei deutschen KI- und Chipwerten, von denen auch Aixtron betroffen war. Das Papier setzte seine Konsolidierung fort und entfernte sich weiter von seinen Höchstständen. Gestern ging die Aktie bei einem Schlusskurs von 37,65 Euro aus dem Handel. Damit beläuft sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch, das am 18. Juni bei 62,68 Euro erreicht wurde, auf 40 Prozent.
Obwohl Berichte am Mittwoch darauf hindeuteten, dass eine mögliche Stabilisierung durch Branchengrößen wie SK Hynix den gesamten Sektor stützen könnte, blieb die Dynamik bei Aixtron gedämpft. Medienberichten zufolge kreuzte die Aktie am Dienstag zudem eine wichtige technische Durchschnittslinie nach unten, was den kurzfristigen Verkaufsdruck verstärkte.
Auftragsboom durch Optoelektronik
Dabei liefern die operativen Kennzahlen durchaus Argumente für Optimismus. Ende Juli legte das Unternehmen Zahlen für das zweite Quartal vor, die einen sprunghaften Anstieg des Auftragseingangs um 81 Prozent auf 215 Millionen Euro zeigten. Dieser Wert übertraf die Erwartungen des Marktes deutlich. Haupttreiber dieser Entwicklung ist die Sparte Optoelektronik, die allein rund 161 Millionen Euro und damit etwa 75 Prozent des Neugeschäfts beisteuerte.
Die hohe Nachfrage resultiert vor allem aus dem Ausbau von KI-Rechenzentren. Hier werden spezielle Laserbauteile für die optische Datenübertragung benötigt, für deren Herstellung Aixtron die notwendigen Produktionsanlagen liefert.
Der Auftragsbestand wuchs zum Ende des zweiten Quartals im Vergleich zum Vorquartal um 61 Prozent auf rund 457 Millionen Euro an. Etwa 22 Prozent dieser Aufträge sind bereits durch Vorauszahlungen der Kunden abgesichert.
Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt
Trotz eines Umsatzrückgangs im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 115 Millionen Euro hält das Management an seinen Zielen fest. Der Rückgang bewegte sich im Rahmen der zuvor ausgegebenen Prognosespanne von 100 bis 120 Millionen Euro. Für das laufende dritte Quartal erwartet Aixtron einen Umsatzsprung auf 180 Millionen Euro, wobei eine Schwankungsbreite von 20 Millionen Euro einkalkuliert wird.
Die Jahresprognose für 2026 bleibt unverändert: Aixtron strebt einen Jahresumsatz von 560 Millionen Euro an, mit einer Abweichungsmöglichkeit von 30 Millionen Euro. Die Bruttomarge wird bei rund 42 Prozent erwartet, während die EBIT-Marge zwischen 17 und 20 Prozent liegen soll. Um das künftige Wachstum abzusichern, investiert das Unternehmen massiv.
Die geplanten Investitionsausgaben für das laufende Jahr belaufen sich auf etwa 55 Millionen Euro. Ein Großteil dieser Mittel fließt in die Expansion in Malaysia. Parallel dazu treibt Aixtron die Portfoliobereinigung voran; der Verkauf einer Produktionsanlage in Italien für 7,1 Millionen Euro ist Medienberichten zufolge bereits im Gange.
Aixtron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Aixtron-Analyse vom 22. August liefert die Antwort:
Die neusten Aixtron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Aixtron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
