Der Donnerstagshandel endete für Aixtron unerfreulich. Die Aktie fiel unter eine wichtige Supportzone, und aus charttechnischer Sicht lag der Weg zur nächsten Marke bei 21,74 Euro offen. Dann kam um 18 Uhr eine Ad-hoc-Mitteilung, die das Bild verändert.
Aufträge fast doppelt so hoch wie im Vorjahr
Der Anlagenbauer aus Herzogenrath hat vorläufige Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Der Auftragseingang lag bei rund 275 Millionen Euro, nach 124 Millionen im Vorjahresquartal. Der vom Unternehmen erhobene Analystenkonsens (Median) hatte 214,6 Millionen Euro erwartet. Auch das zweite Quartal übertrifft Aixtron damit deutlich.
Der Umsatz bewegte sich dagegen im Rahmen der Prognose. Er betrug rund 184 Millionen Euro, die Vorgabe lautete 180 Millionen plus/minus 20 Millionen. Die Überraschung liegt woanders.
Produktmix treibt die Marge
Beim Ergebnis hat Aixtron kräftig zugelegt. Das operative Ergebnis erreichte rund 57 Millionen Euro, im Vorjahresquartal waren es gut 15 Millionen. Die EBIT-Marge stieg damit auf rund 31 Prozent, nach 13 Prozent ein Jahr zuvor.
Als Treiber nennt das Unternehmen vor allem einen vorteilhaften Produktmix. Die Bruttomarge kletterte auf rund 48 Prozent, im Vorjahr waren es 39 Prozent. Der Bruttogewinn lag bei etwa 87 Millionen Euro.
Die Jahresprognose für 2026 bleibt unverändert. Bemerkenswert: Trotz der deutlich besseren Profitabilität hebt das Management die Ziele nicht an.
Was als Nächstes ansteht
Die vollständige Quartalsmitteilung folgt wie geplant am 29. Oktober 2026. Dann liegen auch die Neunmonatszahlen vor, und es zeigt sich, wie nachhaltig der Margensprung ist. Aus Marktsicht dürfte zunächst entscheidend sein, ob die Aktie die gebrochene Supportzone nach der Meldung zurückerobert. Gelingt das nicht, bleibt die Marke bei 21,74 Euro im Blick.
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