Die Aixtron-Aktie kennt schon seit geraumer Zeit kein Halten mehr. Auch am Mittwoch legte der Kurs des Halbleiterzulieferers um acht Prozent zu und kletterte auf ein neues 20-Jahreshoch. Innerhalb der letzten zwölf Monate hat sich der Aktienkurs von Aixtron damit fast verfünffacht. Was gibt der Aktie nach wie vor Rückenwind?
Eine Bank sieht noch mehr Potenzial
Der Hauptauslöser für den heutigen Kurssprung der Aixtron-Aktie ist eine neue, vielbeachtete Studie der Bank of America. Die US-Großbank hat darin das Kursziel für die Aixtron-Aktie massiv von bisher 54 Euro auf 72 Euro angehoben und ihre Kaufempfehlung untermauert. Damit reiht sich die BofA in eine Serie optimistischer Analystenkommentare ein.
In der Begründung der Bank of America wird ein zentrales Problem der modernen Technologiebranche hervorgehoben: der enorme Energiebedarf von KI-Rechenzentren. Genau hier besitzt Aixtron mit seinen Epitaxie-Abscheideanlagen (MOCVD-Technologie) eine absolute Schlüsselposition.
Die Galliumnitrid-Technologie von Aixtron wird benötigt, um die Stromverteilung direkt an den Rechenknoten hocheffizient zu regeln. Laut BofA hält Aixtron in diesem Bereich einen Marktanteil von über 90 Prozent. Für 2027 erwarten die Experten hier ein Umsatzwachstum von 57 Prozent.
Bei Siliziumkarbid, das wichtig für Hochvoltanwendungen im KI-Segment und in E-Autos ist, kontrolliert Aixtron etwa 40 Prozent des Marktes. Und bei für KI-Server essenziellen optischen Laserlösungen hält das deutsche Technologieunternehmen einen Marktanteil von über 90 Prozent.
Eine von wenigen
Nicht zuletzt stehen große Fondsmanager aktuell vor dem Problem, dass der europäische Markt nur sehr wenige, liquide Aktien bietet, mit denen man direkt vom KI-Infrastrukturboom profitieren kann. Aixtron ist eine dieser Aktien.
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