Am heutigen Donnerstag verzeichnet das Papier von Aixtron im frühen Handel einen Kursrückgang. Die Aktie notiert mit einem Minus von 3,1 Prozent bei 42,20 Euro.
Medienberichten zufolge werten Marktbeobachter diese Bewegung als Gewinnmitnahmen, nachdem der Wert am gestrigen Mittwoch noch um mehr als drei Prozent zulegen konnte. Trotz der aktuellen Schwankungen weist der Titel im bisherigen Jahresverlauf eine positive Entwicklung von 144 Prozent auf.
Kräftiger Auftragseingang stützt die Jahresziele
Das Unternehmen blickt auf ein herausforderndes erstes Halbjahr zurück, in dem der Umsatz um 30 Prozent auf 174,5 Millionen Euro sank. Das operative Ergebnis (EBIT) lag in diesem Zeitraum bei minus 7,6 Millionen Euro. Dennoch bestätigte Aixtron die angehobene Jahresprognose, die einen Gesamtumsatz von bis zu 590 Millionen Euro vorsieht.
Grund für die Zuversicht ist insbesondere die Entwicklung im zweiten Quartal. In diesem Zeitraum meldete der Spezialmaschinenbauer einen massiven Anstieg des Auftragseingangs um 81 Prozent auf 214,5 Millionen Euro. Die positive Stimmung im Technologiesektor, die zuletzt auch durch Themen wie Künstliche Intelligenz getragen wurde, stützte den Wert zusätzlich.
Fokus auf den Produktionshochlauf
CEO Felix Grawert betonte im Rahmen der jüngsten Entwicklungen, dass die Nachfrage derzeit nicht das Problem für das Unternehmen darstellt. Die größte Herausforderung liege momentan in der Hochlaufgeschwindigkeit der Produktion. Für das dritte Quartal kündigte er den Beginn der Auslieferung großer Lasersysteme für den Bereich Optoelektronik an.
Finanziell sieht sich der Konzern für die kommenden Monate gut gerüstet. CFO Christian Danninger verwies auf eine Liquidität von 816,2 Millionen Euro zum Stichtag am 30. Juni. Diese Kapitalbasis wurde im April durch die Platzierung einer Wandelanleihe über 450 Millionen Euro deutlich gestärkt.
Analysten justieren ihre Kursziele
Im Analystenlager gab es zuletzt unterschiedliche Einschätzungen zur weiteren Kursentwicklung. Craig McDowell von JPMorgan senkte am 3. August das Kursziel von 70 auf 60 Euro, behielt die Einstufung jedoch auf „Overweight“. Laut dpa-AFX begründete er dies mit der ungewissen Erholungsgeschwindigkeit in der Leistungselektronik, hob aber die extrem positiven Signale aus der Optoelektronik-Sparte hervor.
Das Analysehaus Jefferies reduzierte den Zielwert am 31. Juli ebenfalls deutlich auf 44 Euro, blieb aber bei einer Kaufempfehlung. Andere Häuser wie die DZ Bank und Berenberg siedelten ihre Ziele Ende Juli in einem ähnlichen Bereich zwischen 40 und 42 Euro an. Die nächsten detaillierten Einblicke in die Geschäftsentwicklung wird Aixtron am 29. Oktober mit der Veröffentlichung der Quartalsmitteilung zum 30. September geben.
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