Airsculpt Technologies verfehlt die Markterwartungen deutlich. Ein sinkender Umsatz und eine drastische Senkung der Gewinnziele schicken die Aktie auf Talfahrt. Massive Investitionen in das Marketing belasten das Ergebnis stärker als erwartet.
Das Unternehmen erwirtschaftete im zweiten Quartal 42,9 Millionen Dollar Umsatz. Das entspricht einem Rückgang von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten mit rund 44,2 Millionen Dollar gerechnet.
Der Nettoverlust weitete sich auf 1,1 Millionen Dollar aus. Das bereinigte EBITDA sank parallel dazu auf 4,9 Millionen Dollar. Die Marge liegt nun nur noch bei 11,5 Prozent.
Drastischer Schnitt bei den Zielen
Das Management reagiert nun auf die schwache Entwicklung. Das Ziel für das bereinigte EBITDA im Gesamtjahr 2026 liegt nur noch bei 12 bis 14 Millionen Dollar. Bisherige Prognosen fielen deutlich optimistischer aus.
Beim Umsatz rechnet Airsculpt zwar weiterhin mit 151 bis 157 Millionen Dollar. Allerdings erwartet der Vorstand nun das untere Ende dieser Spanne. Teure Werbemaßnahmen zur Kundengewinnung verursachen diesen Kostendruck.
Hoffnung durch neue Produkte
Operativ gibt es erste Anzeichen für eine Stabilisierung. Die Fallzahlen in den bestehenden Zentren legten um ein Prozent zu. Das ist der zweite Anstieg in Folge für diese Kennzahl.
Eine Partnerschaft mit Tiger Aesthetics soll nun neues Wachstum bringen. Das Unternehmen integriert das Produkt AlloClae in sein Portfolio. Damit will Airsculpt gezielt Patienten ansprechen, die nach einer Gewichtsabnahme durch GLP-1-Präparate Hautkorrekturen benötigen.
Schulden und Kapitalstruktur
Die finanzielle Lage bleibt angespannt. Der Barbestand stieg zwar auf 18,8 Millionen Dollar. Dem steht jedoch eine Bruttoverschuldung von 44,2 Millionen Dollar gegenüber.
Airsculpt verlängerte eine Kreditlinie bis November 2027. Eine Rate von 2,5 Millionen Dollar wird bereits Ende September 2026 fällig. Künftige Aktienemissionen dienen zudem zu 50 Prozent direkt der Schuldentilgung.
Der Fokus liegt nun auf der Integration von AlloClae im zweiten Halbjahr. Bis Ende September 2026 muss Airsculpt zudem die vereinbarte Kreditrate leisten. Damit bleibt der finanzielle Spielraum vorerst eng begrenzt.
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