Bei Airbus ziehen dunkle Wolken auf. Der europäische Flugzeugbauer kämpft mit einem altbekannten, aber immer brisanteren Problem: fehlende Triebwerke. Ausgerechnet der wichtige Partner Pratt & Whitney liefert weiter zu spät. Eine verbindliche Vereinbarung für die Jahre 2026 und 2027 fehlt noch immer. Damit wackelt eines der zentralen Ziele von Airbus.
Konkret geht es um die geplante Hochfahrt der Produktion. Airbus will ab 2027 monatlich 75 Schmalrumpfjets bauen. Derzeit liegt der Ausstoß bei rund 60 Maschinen. Ob dieser Sprung gelingt, steht auf der Kippe. Pratt & Whitney steuert rund 40 Prozent der Triebwerke für die A320neo-Familie bei. Ohne verlässliche Lieferzusagen bleibt jede Planung ein Risiko.
Airbus Aktie Chart
Hinter den Kulissen schwelt ein Streit
Airbus und Pratt ringen darum, wie viele Triebwerke direkt in neue Flugzeuge fließen und wie viele in Wartungsprogramme für Airlines gehen. Solange diese Frage offen bleibt, kommt es nur zu Lieferungen von der Hand in den Mund. Das schafft Unsicherheit entlang der gesamten Produktionskette.
Airbus: Das ist ein Warnsignal!
Die Folgen zeigen sich bereits. Im Januar lieferte Airbus nur 19 Flugzeuge aus. Ein Jahr zuvor waren es noch 25. Branchenkenner sehen darin ein Warnsignal. Auch für 2026 wagt Airbus offenbar noch keine klare Prognose. Berichte deuten darauf hin, dass Triebwerksengpässe jede Zielsetzung erschweren.
Airbus: Darauf müssen Anleger jetzt achten!
Brisant wird die Lage mit Blick auf den 19. Februar. Dann legt Airbus seine Zahlen vor. Investoren dürften genau hinschauen. Ein verfehltes Produktionsziel könnte den Aktienkurs belasten. Zwar gibt sich Pratt-Management optimistisch und rechnet mit einer Einigung. Doch solange kein Vertrag steht, bleibt das Risiko real.
Airbus bleibt langfristig stark aufgestellt, kämpft kurzfristig aber mit operativen Bremsklötzen. Wer investiert ist, sollte Nerven mitbringen. Wer einsteigt, wettet auf eine baldige Lösung – und auf volle Triebwerkslager.
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