Airbus-Aktie: Zeichen der Schwäche?

Die Airbus-Aktie zeigt Schwächezeichen nach einem Rückgang der Flugzeugauslieferungen und geopolitischen Spannungen. Analysten halten an ihrer Hold-Empfehlung fest.

Auf einen Blick:
  • Februar-Auslieferungen liegen 13 Prozent unter Vorjahr
  • Analysten sehen Anzeichen für schwaches erstes Quartal
  • Geopolitische Spannungen drücken auf den Aktienkurs
  • Jefferies bestätigt Hold-Rating mit Kursziel von 195 Euro

Zusammen mit Rheinmetall und OHB bastelt Airbus derzeit an Deutschlands größtem Raumfahrtprojekt, doch bei den Auslieferungen für Flugzeuge muss das Unternehmen wohl erst einmal kleinere Brötchen backen. Im Februar konnten 35 Maschinen ausgeliefert werden, was im Jahresvergleich einem Rückgang um 13 Prozent entspricht.

Das ist den Analysten von Jefferies nicht entgangen, deren Erwartungen um 4 Flugzeuge unterboten wurden. Daher sprechen die Börsenprofis auch von Anzeichen für ein eher schwaches erstes Quartal. Dennoch bleibt es bei der bisherigen Einschätzung, welche auf „Hold“ lautet und ein Kursziel von 195 Euro in Aussicht stellt.

Airbus unter Druck

Tatsächlich wird der Airbus-Aktie damit sogar etwas Erholungspotenzial zugestanden. Denn in den letzten Tagen geriet der Kurs aufgrund des Irankriegs und der sich daraus ergebenden Verwerfungen sichtlich unter Druck. Auf die Bestellzahlen bei Airbus wirkt sich der Konflikt zwar nicht direkt aus. Es gibt aber wohl die Sorge, dass der Auftragseingang mittelfristig in Mitleidenschaft gezogen werden könne.

Airbus Aktie Chart

Am Dienstag schnauften die Märkte im frühen Handel zunächst etwas durch, was der Airbus-Aktie ein Plus von gut zwei Prozent erlaubte. Der Kurs stieg dadurch aber lediglich auf 178,92 Euro und blieb damit knappe drei Prozent unter dem Niveau von Ende Februar, bevor der Krieg im Nahen Osten ausbrach.

Bullen in der Defensive

Zeichen der Schwäche kann Airbus derzeit nicht gebrauchen, sendet eben solche mit seinen Auslieferungszahlen jedoch aus. Es bleibt die Hoffnung, dass es sich nur um einen Durchhänger handeln mag. Doch sollte der Konflikt in Nahost die Lieferketten noch stärker durcheinanderbringen, so könnten die Auslieferungen vielleicht auch noch weiter nachlassen. Die dezente Skepsis auf Seiten der Anleger bleibt nachvollziehbar.

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