Airbus-Aktie: Weiter auf Kurs?

Airbus übertrifft Auslieferungsziel für 2025, während ein kritischer Zwischenfall bei H160-Hubschraubern zu dringenden Sicherheitsmaßnahmen führt. Die Aktie bleibt nahe Jahreshochs.

Auf einen Blick:
  • UBS erhöht Kursziel auf 240 Euro
  • 793 Verkehrsflugzeuge im Jahr 2025 ausgeliefert
  • Dringender Service-Hinweis für H160-Hubschrauberflotte
  • Geprüfte Jahreszahlen am 12. Januar erwartet

Der europäische Flugzeugbauer Airbus präsentiert sich zu Jahresbeginn mit einer Mischung aus Stärke und neuen Herausforderungen. Während die Zahlen für die kommerzielle Flugzeugsparte überzeugen, zwingt ein schwerwiegender Sicherheitsvorfall bei einem Hubschraubermodell zu sofortigen Maßnahmen.

Analysten bestätigen optimistische Sicht

Die finanzielle Perspektive für Airbus bleibt positiv. Die Schweizer Großbank UBS bekräftigte am 9. Januar 2026 ihr „Buy“-Rating und erhöhte das Kursziel von 230 auf 240 Euro. Diese Anpassung folgt auf die Veröffentlichung vorläufiger Auslieferungszahlen für das Geschäftsjahr 2025.

Den Daten zufolge lieferte Airbus im vergangenen Jahr 793 Verkehrsflugzeuge aus und übertraf damit das zuletzt angepasste Ziel von „rund 790“ Maschinen. Der Dezember 2025 war mit 121 Auslieferungen besonders stark. UBS-Analysten projizieren nun etwa 900 Auslieferungen für 2026 und schätzen das EBIT für das kommende Geschäftsjahr auf 8,0 bis 8,5 Milliarden Euro.

Sicherheitsvorfall bei H160-Hubschraubern

Während das Kerngeschäft mit Verkehrsflugzeugen stabil läuft, sieht sich die Hubschraubersparte einer kritischen Sicherheitsfrage gegenüber. Nach einem ernsten Zwischenfall mit einem H160-Hubschrauber in Brasilien am 2. Januar erließ Airbus Helicopters am 9. Januar einen dringenden Service-Hinweis.

Bei dem Vorfall, der zu einer kontrollierten Notwasserung führte, wurde ein Bruch einer Hauptrotor-Pitch-Stange identifiziert. Die europäische Luftfahrtbehörde EASA reagierte mit einer sofortigen Lufttüchtigkeitsanweisung. Diese schreibt den obligatorischen Austausch bestimmter Bauteile nach einer festgelegten Anzahl von Flugstunden vor. Diese technische Herausforderung betrifft die gesamte H160-Flotte von über 50 Einheiten.

Ausblick: Daten und mögliche Folgen

Die Marktreaktion auf den Hubschrauberzwischenfall blieb bisher verhalten; die Aktie notiert in der Nähe ihrer Jahreshochs. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Veröffentlichung der geprüften Jahreszahlen am 12. Januar. Bestätigen diese die operative Stärke, könnte die bullische These von UBS weiteren Rückenwind erhalten. Eine Ausweitung der H160-Inspektionen hingegen könnte kurzfristig für Gegenwind sorgen.

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