Airbus Aktie: Streikkomitee sagt Arbeitsniederlegungen ab

Symbolbild, KI-generiert

Airbus lieferte bis September 547 Flugzeuge aus; für das Jahresziel von rund 870 Maschinen sind weitere Übergaben nötig.

Auf einen Blick:
  • September brachte 72 Flugzeugübergaben
  • 1.105 Netto-Bestellungen in neun Monaten
  • Rumänien orderte zwölf H225M-Hubschrauber
  • Quarkslab-Übernahme wurde abgeschlossen

Beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus rückt die Zwischenbilanz für das laufende Geschäftsjahr näher. Für den heutigen Mittwoch hat das Unternehmen seine vorquartalige Kommunikation für das dritte Quartal angesetzt. Die detaillierten Geschäftszahlen für die ersten neun Monate folgen am 28. Oktober. Am Markt notiert die Aktie heute mit einem leichten Abschlag von 0,2 Prozent bei 186,76 Euro.

Hohe Hürden im Schlussquartal

Im Zentrum des Interesses stehen die operativen Fortschritte beim Hochlauf der Verkehrsflugzeuge. Bis zum Ende des Monats September lieferte der Flugzeugbauer im bisherigen Jahresverlauf 547 Verkehrsflugzeuge aus. Allein im September belief sich die Zahl der Übergaben an Kunden auf 72 Maschinen.

Um das vom Konzern ausgegebene Jahresziel von rund 870 Auslieferungen zu erreichen, bedarf es im vierten Quartal einer erheblichen Beschleunigung. In den verbleibenden Monaten müssen rein rechnerisch noch über 320 Flugzeuge die Werkshallen verlassen. Die Nachfrage nach Maschinen des Herstellers ist ungebrochen hoch. Laut Reuters summierte sich der Netto-Auftragseingang in den ersten neun Monaten des Jahres auf 1.105 Bestellungen.

Gleichzeitig verzeichnete der Konzern auch im militärischen Bereich und im Dienstleistungssektor Zuwächse. Rumänien unterzeichnete Anfang Oktober einen Vertrag über zwölf Hubschrauber des Typs H225M. Zudem schloss die Sparte Airbus Defence and Space nach behördlichen Genehmigungen die Übernahme des französischen Cybersicherheitsunternehmens Quarkslab ab.

Ruhe an der Tariffront und neue Köpfe

Auf operativer Ebene konnte ein potenzieller Störfaktor beigelegt werden. Ein Streikkomitee der spanischen Belegschaft sagte Anfang Oktober geplante Arbeitsniederlegungen ab. Zuvor hatten die Beschäftigten in einer Abstimmung mit einer Mehrheit von 76,76 Prozent für eine Tarifeinigung votiert.

Parallel dazu stellt das Unternehmen Weichen im Verwaltungsrat. René Obermann schied aus dem Gremium aus. Für die verbleibende Amtszeit wurde Christophe Fouquet kooptiert. Zudem wählte das Gremium Florent Menegaux als designierten Nachfolger für Jean-Pierre Clamadieu aus, sobald dessen laufende Amtszeit endet.

Charttechnisch spiegelt sich die Anspannung vor der anstehenden Zahlenvorlage wider. Der Kurs notiert mit einem Abschlag von 1,7 Prozent knapp unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 189,99 Euro. Ob die Aktie diesen Widerstand zurückerobern kann, hängt wesentlich von den Fortschritten im Schlussquartal ab.

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