Aufgrund von Sanktionen fällt es Russland derzeit schwer, Ersatzteile oder gar neue Flugzeuge von Airbus zu bekommen. Die Lösung dafür scheint nun zu sein, bestehende Maschinen einfach deutlich länger als vorgesehen zu nutzen. In der Regel sind für A319, A320 und A320 rund 60.000 bis 75.000 Flugstunden vorgesehen.
Medienberichten zufolge soll die Nutzungsdauer in Russland nun auf über 96.000 Stunden erhöht werden. Zu diesem Zweck sollen die Flugzeuge vollständig demontiert, gewartet und wieder zusammengesetzt werden. Ural Airlines scheint sich zuversichtlich zu zeigen, die Gerätschaften auf diese Weise noch eine ganze Weile länger nutzen zu können.
Airbus hält sich raus
Eine Lizenz von Airbus für derartige Vorhaben gibt es freilich nicht. Zudem zweifeln Experten laut „The Moscow Times“ an der Sicherheit der auf diese Weise gewarteten Flugzeuge. Hersteller Airbus ist allerdings fein raus. Sollte es zu Unfällen kommen, würde Airbus keine Schuld treffen.
Sollte jedoch alles gutgehen, könnte Airbus schon fast mit der Zuverlässigkeit der eigenen Flugzeuge prahlen. Das wird der Hersteller mit Sicherheit nicht tun und auch weiterhin auf die vorgesehene Nutzungsdauer pochen. Ein Stück weit ein Qualitätsbeweis wäre eine solche Entwicklung aber schon.
Airbus braucht Russland nicht
Airbus Aktie Chart
Auf die Aktie von Airbus hat das Ganze keinerlei Auswirkungen. Unternehmen und Anleger haben Russland weitgehend abgeschrieben. Der Nachfrage hat es nicht geschadet. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt und ein Ende des Booms scheint nicht in Sicht zu sein. Der einzige Dämpfer war zuletzt, dass Konkurrent Boeing wieder in die Spur finden konnte. Zukünftig wird es für Airbus also nicht einfacher werden, doch am Wachstumskurs ändert sich erstmal nichts.
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