Januar war mit 19 Auslieferungen schlicht schwach. Februar brachte 35. Dann kam März, und Airbus legte 60 Auslieferungen an 38 Kunden auf den Tisch. Das ist kein linearer Aufbau, das ist ein klassischer Airbus-Endspurt, den die Branche schon seit Jahren kennt und trotzdem jedes Mal zur Kenntnis nimmt, als wäre es eine Überraschung. Unterm Strich stehen für das erste Quartal 114 Auslieferungen an 46 Kunden.
Auf der Bestellseite sah es noch deutlicher aus. 331 Bruttobestellungen allein im März, 408 für das gesamte erste Quartal, 398 netto nach Stornierungen. Der März hat das Quartal demnach fast im Alleingang gerettet.
China Eastern, NAS, Delta: Wer hat bestellt?
China Eastern Airlines orderte 101 Maschinen der Typen A321neo und A320neo. NAS Aviation Services folgte mit 100 A321neos. Delta Air Lines buchte zunächst 34 A321neos, legte dann am 30. März noch 31 weitere Flugzeuge drauf, diesmal ein Mix aus A330-900 und A350-900. Atlas Air bestellte 20 A350-Frachter.
Besonders der Frachtermarkt sendet ein Signal. 20 A350F für Atlas Air, dazu 20 weitere A350-Frachter in der Gesamtbilanz. Airbus punktet hier, wo Boeing mit dem 777X-Frachter noch kämpft.
Schmaler Rumpf dominiert, aber Widebody holt auf
280 der 331 März-Bestellungen entfielen auf Narrowbodies, davon 206 A321neos und 54 A320neos. Der A321neo bleibt das meistgefragte Flugzeug der Welt, das ist keine neue Erkenntnis. Neu ist, wie stark die Widebody-Nachfrage im März aufgetaucht ist: 16 A330-900, 20 A350-Frachter, 15 A350-900. Zusammen 51 Großraumjets in einem Monat, das ist für Airbus-Verhältnisse beachtlich.
Bei den Auslieferungen im März kamen 49 Narrowbodies und 11 Widebodies an ihre Kunden, darunter Emirates, United Airlines, Frontier, Japan Airlines, IndiGo und Wizz Air. Europa erhielt mit 24 Flugzeugen den größten Anteil, gefolgt von Asien-Pazifik mit 15 und Nordamerika mit 12.
Schöne Zahlen, offene Fragen
Airbus hat für das Gesamtjahr 820 Auslieferungen als Ziel ausgegeben. 114 im ersten Quartal bedeuten, dass noch gut 700 Maschinen in drei Quartalen folgen müssen. Das ist machbar, aber nur wenn die Lieferkette mitspielt. Genau dort lagen in den vergangenen zwei Jahren die Probleme, bei Triebwerken, Kabinen, Zulieferern. Ob sich das geändert hat, werden die April- und Mai-Zahlen zeigen. Der März allein beantwortet diese Frage nicht.
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