Airbus sitzt auf einem gewaltigen Auftragspolster. Parallel dazu kämpft der Konzern mit hartnäckigen Lieferengpässen. Besonders beim Vorzeigemodell A350 hakt die Produktion.
Engpass in North Carolina
Airlines müssen länger auf ihre A350-Jets warten. Das Problem liegt im US-Bundesstaat North Carolina. Dort kaufte Airbus letztes Jahr ein Werk von Spirit AeroSystems, um die Rumpfproduktion abzusichern. Nun bremsen Personalmangel und Produktionsprobleme genau diese Fertigung. Das mittelfristige Ziel bleibt ehrgeizig: Bis 2028 will Airbus monatlich zwölf A350 bauen.
Strenges Sparprogramm
Um die Margen zu schützen, tritt das Management auf die Kostenbremse. Das Ziel: zehn Prozent weniger Ausgaben im nicht-industriellen Bereich. Das betrifft vor allem die Zentrale und die Verwaltungsbudgets. Ferner reduziert der Konzern den Einsatz externer Dienstleister. Die Maßnahme ergänzt das laufende Effizienzprogramm LEAD.
Ziele bleiben bestehen
Trotz fehlender Triebwerke von Zulieferern wie Pratt & Whitney hält Airbus an der Jahresprognose fest. Für das laufende Jahr plant der Flugzeugbauer rund 870 Auslieferungen. Das bereinigte operative Ergebnis soll 7,5 Milliarden Euro erreichen. Beim freien Cashflow peilt das Management 4,5 Milliarden Euro an.
An der Börse spiegelt sich die operative Anspannung wider. Die Aktie schloss gestern bei 42,20 Euro. Seit Januar verlor der Titel knapp 14 Prozent. Ein RSI-Wert von 10,9 signalisiert derweil eine extrem überverkaufte Situation.
Ein Auftragsbestand von über 8.000 Maschinen sichert die langfristigen Umsätze. Kurzfristig muss Airbus jedoch die US-Lieferkette stabilisieren. Gelingt der Produktionshochlauf, stützt das die Profitabilität im weiteren Jahresverlauf.
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