Die Airbus-Aktie hatte zuvor die Hochs bei 217 Euro überschritten, befindet sich seitdem jedoch in einer Korrektur und ist nun an einer Unterstützungszone angekommen. Besonders spannend dürfte es am 19. Februar werden, wenn Airbus die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorlegt.
Die Auslastung ist beeindruckend
Der Januar unterstreicht vor allem eines, die strukturelle Stärke von Airbus. Zwar lagen die 19 Auslieferungen deutlich unter dem Dezember-Niveau, das entspricht aber der normalen Saisonalität. Wichtigster Treiber bleibt die A320neo-Familie als Rückgrat des Konzerns. Auf der Widebody-Seite ging unter anderem ein A350-900 an Swiss (Lufthansa-Gruppe). Auch die Auftragsbücher füllten sich ordentlich. 49 Brutto-Bestellungen sorgten für einen guten Jahresauftakt, unterm Strich blieben netto 30 Maschinen hängen.
Spannender als die reinen Monatszahlen ist der Blick auf den Auftragsbestand. Zum 31. Januar standen 8.777 Flugzeuge im Backlog. Das sichert rechnerisch die Produktion für gut 9,7 Jahre, legt man die für 2026 geschätzte Rate von 902 Auslieferungen zugrunde. Klarer Dominator im Bestand ist die A320neo-Familie, speziell der A321neo mit über 5.300 Einheiten. Das zeigt die enorme Macht von Airbus im Narrowbody-Segment. Ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, da der Markt aktuell vor allem auf der Kurz- und Mittelstrecke wächst.
Bei der Produktion bleibt das Management vorsichtig optimistisch. Für 2026 plant Airbus keinen abrupten Sprung, sondern einen schrittweisen Hochlauf. Das Langzeitziel von 75 A320neo pro Monat rückt näher, greift aber erst 2027 voll. Dieses Jahr liegt der Fokus auf der Infrastruktur: In Tianjin läuft die zweite A320-Linie bereits, in Toulouse wird die alte A380-Linie bis Mitte 2026 für den A321 fit gemacht. Beim A220 peilt man rund 14 Jets monatlich an, wobei Verzögerungen gegen Ende 2026 möglich bleiben. Parallel treibt der Konzern Programme wie den A321XLR und den A350F voran, bei letzterem steht der Erstflug als nächster Meilenstein an.
Airbus-Aktie im Chart-Check
Der starke Abverkauf nach dem Überschreiten der Hochs hat im Bereich zwischen 215 und 221 Euro eine neue Widerstandszone hinterlassen. Die Korrektur verlief anschließend zügig bis zur Unterstützungszone und führte den Kurs dabei auch unter die 100-Tagelinie im Chart. An der aktuellen Zone kann sich die Airbus-Aktie bislang noch halten und zeigte dort bereits eine erste positive Reaktion. Für einen weiterhin positiven Verlauf wäre es nun entscheidend, dass der Markt hier Kaufkraft entwickelt und nicht unter die Zone zwischen 182,5 und 187,9 Euro fällt. Ein Bruch dieser Marke würde zugleich das Unterschreiten der letzten Tiefs bedeuten und das charttechnische Bild deutlich eintrüben. Sollte es dennoch dazu kommen, läge der nächste potenzielle Anlaufpunkt in der Zone zwischen 167,5 und 174,8 Euro. Hier die Airbus-Aktie im Tageschart. 
Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/wS1a7AYp/
Für eine Kaufchance befindet sich die Aktie aktuell an einer interessanten Schwelle. Sollte an der aktuellen Unterstützungszone Kaufkraft in den Markt kommen, könnte sich daraus eine Möglichkeit ergeben, von weiter steigenden Kursen zu profitieren. Das erste Ziel läge an den letzten Hochs, gefolgt von weiterem Potenzial bei einer Fortsetzung des Trends und einem nachhaltigen Überschreiten dieser Hochs.
Eine Short-Chance könnte sich zwar unterhalb der aktuellen Zone ergeben, davon würde ich jedoch absehen. In meinen Augen lohnt sich das Chance-Risiko-Verhältnis hier nicht, da der Markt die nächste Unterstützungszone relativ schnell erreichen würde bei der Airbus-Aktie.
Ihr Konrad
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