137 Flugzeuge auf einen Streich. China Southern Airlines und ihre Tochter Xiamen Airlines haben einen Auftrag über 137 Airbus A320neo unterzeichnet, Listenpreis laut Mitteilung an die Hongkonger Börse: 21,4 Milliarden Dollar. Mit Preisnachlässen, versteht sich, denn so läuft das Geschäft zwischen Großabnehmern und Flugzeugbauern nun mal.
Wer kauft wie viel?
China Southern übernimmt 102 der Maschinen, Xiamen Airlines die restlichen 35. Die Lieferungen sind gestaffelt von 2028 bis 2032, also kein kurzfristiger Kapazitätsschub, sondern ein Bekenntnis zur Wachstumsstrategie auf Jahre hinaus. Das Unternehmen selbst nennt als Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit durch mehr Flugkapazität zu steigern. Klare Ansage.
Aktienausgabe soll Kauf finanzieren
Interessant ist, wie China Southern den Kauf stemmen will. Die Airline plant, bis zu 5,44 Milliarden neue A-Aktien auszugeben und damit bis zu 15 Milliarden Yuan einzusammeln. Ein Teil davon fließt in die Flugzeugfinanzierung, der Rest ins allgemeine Betriebskapital. Für bestehende Aktionäre bedeutet das Verwässerung, doch offenbar hält das Management den Kurs für alternativlos.
Schwarze Zahlen bei Chinas Airlines
Der Auftrag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Chinas große Carrier wieder Geld verdienen. China Southern meldete für das erste Quartal einen Nettogewinn von 1,48 Milliarden Yuan, nach einem Verlust von 747 Millionen Yuan im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 47,78 Milliarden Yuan. Auch Air China kehrte in die Gewinnzone zurück, mit 1,71 Milliarden Yuan Nettogewinn nach einem Verlust von 2,04 Milliarden Yuan ein Jahr zuvor. Beide Gesellschaften verweisen auf Streckenoptimierungen und Kostendisziplin, trotz geopolitischer Unsicherheiten und den anhaltenden Turbulenzen rund um den Nahostkonflikt.
Für Airbus zählt das Ergebnis
Für Airbus ist dieser Auftrag schlicht ein weiterer Beleg dafür, dass der A320neo weltweit das Rückgrat des Kurzstreckenmarkts bleibt. 137 Maschinen, ein staatlicher Großkunde, gestaffelte Abnahme bis 2032. Das Auftragsbuch füllt sich weiter, während Boeing anderswo mit Problemen kämpft. 21,4 Milliarden Dollar, auch mit Nachlass, sind kein schlechter Mittwochabend.
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