Airbus festigt seine Position im globalen Luftfrachtmarkt. Air China Cargo hat eine bestehende Bestellung für den A350F-Frachter deutlich aufgestockt. Das Vertrauen aus Peking unterstreicht die Ambitionen des europäischen Konzerns im Wettbewerb mit Boeing.
Fracht-Offensive in China
Air China Cargo erhöht die Zahl der fest bestellten Maschinen von sechs auf zehn Einheiten. Die Fluggesellschaft ist der erste Kunde für dieses Modell auf dem chinesischen Festland. Die Erweiterung des Auftrags wurde am 26. Mai 2026 offiziell besiegelt.
Die Auslieferung der ersten sechs Flugzeuge ist für den Zeitraum zwischen 2029 und 2031 geplant. Die nun zusätzlich georderten vier Maschinen sollen in den Jahren 2032 und 2033 folgen.
Der A350F bietet eine Nutzlast von 111 Tonnen bei einer Reichweite von 8.700 Kilometern. Airbus wirbt mit einem um 20 Prozent niedrigeren Treibstoffverbrauch im Vergleich zu älteren Frachtmaschinen. Bis Ende April verzeichnete der Hersteller insgesamt 101 Bestellungen für diesen Typ von 14 verschiedenen Kunden.
Expansion in Nordamerika
In Kanada bahnt sich parallel dazu eine industrielle Erweiterung an. Airbus prüft derzeit den Aufbau einer Hubschrauber-Produktion vor Ort. Das Projekt ist jedoch an die Bedingung geknüpft, künftige Regierungsaufträge im Zuge steigender Verteidigungsausgaben zu erhalten.
Der Konzern ist bereits ein bedeutender Arbeitgeber in der Region. Aktuell beschäftigt Airbus in Kanada mehr als 5.000 Mitarbeiter. Die Unternehmensführung setzt dabei verstärkt auf lokale Forschung und Beschaffung statt auf einfache Kompensationsgeschäfte.
An der Börse spiegelt sich der operative Fortschritt bisher nicht wider. Die Aktie notiert aktuell bei 42,60 Euro und verliert seit Jahresbeginn rund 13 Prozent an Wert. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 10,9 gilt das Papier technisch als massiv überverkauft.
Analysten bewerten die langfristigen Aussichten dennoch positiv und stufen den Titel im Schnitt als „Outperform“ ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 209,31 Euro. Die Umsetzung des prall gefüllten Auftragsbuchs bleibt die zentrale Aufgabe für das Management.
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