Airbus Aktie: A350-1000ULR absolviert Jungfernflug

Airbus bringt den A350-1000ULR für Rekordstrecken in die Luft. Derweil bleibt das Auslieferungsziel für 2026 erreichbar, während Lieferkettenprobleme die A320neo-Reihe belasten.

Auf einen Blick:
  • Erstflug des A350-1000ULR für Qantas
  • Auslieferungsziel von 870 Jets bestätigt
  • Lieferkettenengpässe bei A320neo-Modellen
  • Satellitenbau in Autofabriken geplant

Airbus hat ein technisches Mammutprojekt in die Luft gebracht. In Toulouse startete der A350-1000ULR zu seinem Jungfernflug. Damit rücken die weltweit längsten Direktflüge in greifbare Nähe.

Die Maschine für das „Project Sunrise“ von Qantas blieb fast vier Stunden in der Luft. Sie erreichte eine Höhe von über 41.000 Fuß. Der Jet soll künftig Strecken von rund 18.500 Kilometern ohne Zwischenstopp bewältigen.

Ein zusätzlicher Tank im Heck ermöglicht dabei Flugzeiten von bis zu 22 Stunden. In der Testphase prüft die Crew zudem neue Kühlsysteme für die Bordküche. Airbus plant die erste Auslieferung für April 2027.

An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 43 Euro. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund zwölf Prozent an Wert. Die hohe Volatilität von 47 Prozent spiegelt die aktuelle Unsicherheit im Sektor wider.

Auf Kurs zum Jahresziel

Im Mai lieferte der Konzern 77 Flugzeuge aus. Damit bleibt das Jahresziel von 870 Maschinen erreichbar. Analysten der Citi fordern nun eine konstante Rate von monatlich 80 Einheiten.

Im Dezember folgt üblicherweise ein deutlicher Anstieg der Auslieferungen. Dieser Endspurt ist notwendig, um die ambitionierten Ziele für 2026 zu sichern.

Parallel dazu bremsen Engpässe in der Lieferkette die A320neo-Reihe aus. Die Durchlaufzeiten stiegen im Mai leicht auf 34 Tage. Der RSI von 10,9 deutet derweil auf eine technisch überverkaufte Lage hin.

Allianz mit der Autoindustrie

Airbus Defence & Space sucht die Nähe zur deutschen Automobilbranche. Klaus Michel bestätigte Verhandlungen über die Nutzung von Pkw-Fabriken für den Satellitenbau. So will Airbus Kapazitäten für große Satelliten-Netzwerke schaffen.

Das Management nutzt dabei gezielt Regionen mit freien Industriekapazitäten. Erfahrene Fachkräfte könnten so direkt in die Raumfahrtsparte wechseln. Dies schont Ressourcen und beschleunigt den Hochlauf der Produktion.

Ende Juli veröffentlicht Airbus den Finanzbericht zum zweiten Quartal. Dieser Termin wird zeigen, ob die Lieferkette den notwendigen Endspurt zulässt. In den nächsten Wochen rollt die zweite Qantas-Maschine zur Lackierung.

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