Airbus Aktie: 99 Auslieferungen pro Monat nötig

Symbolbild, KI-generiert

Airbus lieferte bislang 475 Jets aus und benötigt bis Jahresende deutlich mehr Tempo. A330neo-Übergaben laufen wieder an.

Auf einen Blick:
  • 475 Flugzeuge in acht Monaten ausgeliefert
  • Fast 99 Auslieferungen monatlich erforderlich
  • A330neo-Übergaben Anfang September wieder aufgenommen
  • Strategische Prüfung des US-Satellitengeschäfts

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus hat in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres 475 Flugzeuge ausgeliefert. Damit liegt das Unternehmen zwar rund 9 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums, sieht sich für das Erreichen seiner selbstgesteckten Ziele jedoch mit einem herausfordernden Endspurt konfrontiert. Um die angepeilte Marke von etwa 870 Auslieferungen bis zum Jahresende noch zu erreichen, muss das Tempo in der Produktion massiv angezogen werden.

Massive Steigerung der Auslieferungsrate erforderlich

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Airbus im August lediglich 57 Maschinen an seine Kunden übergeben konnte. Da seit Jahresbeginn insgesamt 475 Flugzeuge fertiggestellt wurden, verbleibt für die letzten vier Monate des Jahres ein Soll von knapp 400 Maschinen. Konkret bedeutet dies, dass der Konzern von September bis Dezember durchschnittlich fast 99 Flugzeuge pro Monat ausliefern muss.

Dieser notwendige Wert liegt signifikant über dem bisherigen Durchschnitt von rund 59 Auslieferungen pro Monat im bisherigen Jahresverlauf. Die Lieferkette bleibt dabei ein kritischer Faktor, auch wenn sich die Situation in einzelnen Bereichen zuletzt entspannte.

Lösung technischer Probleme und soziale Einigung

Ein wichtiger operativer Fortschritt ist die Wiederaufnahme der Auslieferungen beim Langstreckenmodell A330neo. Nachdem die Übergaben aufgrund eines Qualitätsmangels in der Sektion des Höhenleitwerks für drei Monate fast vollständig zum Erliegen gekommen waren, wurden die Auslieferungen Anfang September wieder aufgenommen.

Im Juni und Juli hatte Airbus keine einzige A330neo ausgeliefert, im August lediglich eine. Laut Bloomberg war ein in der Produktion vergessenes Werkzeug die Ursache für den zeitweiligen Stopp.

Parallel dazu zeichnet sich eine Entspannung an der personellen Front ab. Am 4. September einigte sich Airbus in Spanien unter Vermittlung des Industrieministeriums auf einen Vorschlag mit den Gewerkschaften UGT, ATP, CCOO und SIPA.

Dieser Kompromiss soll noch in diesem Monat durch ein bindendes Referendum der Belegschaft bestätigt werden. Die Einigung könnte die wochenlangen Streikaktivitäten beenden, welche die Produktionsabläufe zusätzlich belastet hatten.

Strategische Prüfung im Raumfahrtsegment

Neben dem Kerngeschäft mit Passagierflugzeugen steht die Sparte Airbus Defence and Space vor Veränderungen. Medienberichten zufolge hat das Unternehmen eine strategische Überprüfung seines US-Satellitengeschäfts eingeleitet. Dabei wird unter anderem der Verkauf einer automatisierten Produktionsstätte in Merritt Island im US-Bundesstaat Florida geprüft.

Diese Überlegungen folgen der Entscheidung, die Fertigung der nächsten Generation von OneWeb-Breitbandsatelliten künftig in Toulouse zu konzentrieren.

An der Börse reagierte der Wert am heutigen Montag verhalten. Die Airbus-Aktie notiert aktuell bei 195,68 Euro, was einem Rückgang von 1,6 Prozent entspricht. Trotz der kurzfristigen Schwäche liegt der Kurs mit einem Abstand von 2,5 Prozent weiterhin über seinem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage.

Anleger warten nun gespannt auf den 28. Oktober, wenn der Konzern seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorlegen wird. Diese dürften zeigen, ob die Produktionsbeschleunigung bereits Früchte trägt.

Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 14. September liefert die Antwort:

Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)