Airbus festigt seine Position im wichtigsten Luftfahrtmarkt der Welt. Drei chinesische Fluggesellschaften haben insgesamt 95 neue Maschinen beim europäischen Flugzeugbauer bestellt. Das stärkt das Auftragsbuch. Vor allem, da die Konkurrenz derzeit strauchelt.
Produktion unter Druck
Die genauen Flugzeugtypen und der Gesamtwert des Deals sind bisher unter Verschluss. Branchenkenner rechnen jedoch mit einem Mix aus den volumenstarken Mittelstreckenjets der A320-Familie. Für Airbus ist dieser Abschluss ein wichtiger Vertrauensbeweis der staatlich gelenkten chinesischen Airlines.
Der Erfolg im Vertrieb kontrastiert mit Engpässen in der Produktion. Airbus kämpft weiterhin mit lückenhaften Lieferketten. Insbesondere der Mangel an Triebwerken von Pratt & Whitney bremst die Auslieferungen. Das Management setzt deshalb alles daran, die Fertigungskapazitäten trotz dieser Hürden massiv hochzufahren.
Cloud-Souveränität und Bewertung
Parallel zur physischen Produktion investiert der Konzern in digitale Souveränität. Airbus hat den französischen Cloud-Anbieter Scaleway ausgewählt. Dieser soll sensible KI-Berechnungen und Verteidigungsprojekte steuern. Die Kooperation soll europäische Sicherheitsinteressen wahren und technologische Abhängigkeiten reduzieren.
Anleger quittierten die Nachrichten gelassen. Die Aktie notiert bei 48,60 Euro und hält sich damit stabil über ihrem langfristigen Trend. Analysten blicken optimistisch auf die kommenden zwölf Monate. Sie prognostizieren ein Gewinnwachstum von rund 21 Prozent.
Das moderate Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 30 deutet auf eine attraktive Bewertung hin. Die Dividende bleibt mit einer Ausschüttungsquote von knapp 40 Prozent solide finanziert. Entscheidend bleibt nun, wie schnell Airbus die 95 neuen Jets tatsächlich an die Kunden in Fernost übergeben kann.
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