Airbus Aktie: 42.060 Maschinen bis 2045

Airbus prognostiziert bis 2045 einen Bedarf von über 42.000 neuen Flugzeugen und meldet starke Auslieferungen im ersten Halbjahr.

Auf einen Blick:
  • Prognose von 42.060 neuen Flugzeugen
  • Starker Anstieg der Auslieferungen
  • Kostensenkungsprogramm in Verwaltung
  • Aktie erholt sich trotz Jahreshoch-Rückstand

Airbus blickt weit in die Zukunft. Der europäische Flugzeugbauer erwartet bis zum Jahr 2045 eine massive Nachfrage nach neuen Maschinen. Während das globale Passagieraufkommen rasant wächst, trimmt das Management den Konzern gleichzeitig auf Effizienz.

Boomende Metropolen treiben Nachfrage

In den nächsten zwei Jahrzehnten wird sich der Luftverkehr laut Konzernprognose mehr als verdoppeln. Jährlich dürften dann rund zehn Milliarden Menschen ins Flugzeug steigen. Airbus beziffert den Bedarf bis 2045 deshalb auf insgesamt 42.060 neue Maschinen.

Das Wachstum verlagert sich dabei zunehmend. Immer mehr Passagiere starten ihre Reise in kleineren Städten statt an den großen Drehkreuzen. Airlines müssen deshalb ihr Streckennetz erweitern und neue Direktverbindungen schaffen.

Ein Großteil der Nachfrage entfällt auf Kurz- und Mittelstreckenjets. Der Bedarf liegt hier bei 33.920 Flugzeugen. Für die Langstrecke rechnet der Konzern mit rund 8.140 neuen Wide-Body-Maschinen.

Fast 20.000 Auslieferungen dienen allein dem Austausch veralteter Flotten. Die Luftfahrtbranche steht unter Druck, CO₂-Emissionen und Treibstoffkosten zu senken. Bis 2045 soll die globale Flotte fast vollständig aus Flugzeugen der neuesten Generation bestehen.

Lieferrekord trotz Kostendruck

Operativ hat Airbus ein starkes Halbjahr hinter sich. Zwischen Januar und Juni lieferte das Unternehmen 351 Flugzeuge aus. Das entspricht einer Steigerung von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Besonders der Juni war mit 89 Übergaben produktiv. Parallel dazu füllen sich die Auftragsbücher weiter. Nach Abzug von Stornierungen verbuchte Airbus im ersten Halbjahr netto 822 neue Bestellungen.

Trotz der hohen Nachfrage kämpft der Konzern mit den Folgen instabiler Lieferketten. Engpässe bei Triebwerken bremsten die Produktion zuletzt aus. Das Management reagiert nun mit einem Sparkurs in der Verwaltung und im Vertrieb.

Ziel ist eine Senkung der Kosten um zehn Prozent in diesen Bereichen. Das Programm soll die Profitabilität sichern, während Airbus die Produktion für die kommenden Jahre hochfährt. Zuletzt orderte unter anderem die US-Grenzschutzbehörde zehn Hubschrauber des Typs H125.

An der Börse notierte das Papier zuletzt bei 48,60 Euro. Damit liegt die Aktie rund zwölf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Januar. Innerhalb der vergangenen 30 Tage konnte der Kurs jedoch um fast zwölf Prozent zulegen.

Die kommenden Wochen bringen wichtige Details zur finanziellen Lage. Mitte Juli veröffentlicht Airbus vorab Informationen zum zweiten Quartal. Am 30. Juli folgen die offiziellen Halbjahreszahlen und ein Strategie-Update für Investoren in London.

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