Airbus Aktie: 23.000 Kilometer nonstop Melbourne–Toulouse

Airbus gelingt Rekordflug für Qantas-Projekt, sichert sich Großaufträge und bestätigt ambitionierte Finanzziele bis 2029.

Auf einen Blick:
  • Rekordflug von Melbourne nach Toulouse
  • Neue Aufträge von Jet2 und Philippine Airlines
  • Aktienkurs 34 Prozent über März-Tief
  • Management peilt 13 Milliarden EBIT an

Über 24 Stunden in der Luft ohne Zwischenstopp. Airbus hat mit dem Testflug von Melbourne nach Toulouse Luftfahrtgeschichte geschrieben. Der Langstreckenflieger landete am Dienstagmorgen sicher am Stammsitz in Frankreich.

Marathon über den Pazifik

Die Maschine legte dabei über 23.000 Kilometer zurück. Dieser Erfolg markiert einen Meilenstein für das „Project Sunrise“. Ab 2027 will die Fluggesellschaft Qantas die australische Ostküste nonstop mit London und New York verbinden. Airbus bereitet nun die Auslieferung der zwölf bestellten Spezialmaschinen vor.

Parallel dazu laufen die Geschäfte im zivilen Segment rund. Die Fluggesellschaft Jet2 hat sich für Triebwerke von CFM International entschieden. Diese sollen 54 zusätzliche Flugzeuge der A321neo-Reihe antreiben. Der Deal sichert die geplante Flottenexpansion bis zum Ende des Jahrzehnts.

Auftragsbücher füllen sich

Die Nachfrage nach Langstreckenjets zieht weiter an. Philippine Airlines unterzeichnete eine Absichtserklärung über neun neue Maschinen. Hinzu kommt Interesse aus dem Nahen Osten. Syrianair plant eine Bestellung über acht Jets. Das Land will seine Flotte bis Ende 2026 verdoppeln.

An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 51,50 Euro. Damit liegt das Papier rund 34 Prozent über dem Tiefstand vom März. Die Marktkapitalisierung des Luftfahrtriesen beläuft sich derweil auf 159 Milliarden Euro.

Finanzielle Ziele im Blick

Die Marktteilnehmer warten nun auf die detaillierten Halbjahreszahlen. Die Veröffentlichung erfolgt in den nächsten Tagen. Diese Daten geben Aufschluss über die Lieferziele für das Gesamtjahr.

Bis 2029 peilt das Management ein bereinigtes EBIT zwischen 12 und 13 Milliarden Euro an. Parallel dazu läuft ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Euro. Damit will der Konzern den Wert für die Anteilseigner langfristig steigern.

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