Die Aktie von AES erlebt heute einen brutalen Montag. Die Notierungen brachen im vorbörslichen Handel um mehr als 17 Prozent ein und stürzten auf 14,41 Dollar ab. Der Grund ist eine Übernahme, die auf den ersten Blick paradox wirkt. Denn eigentlich sollten Anleger bei einer Übernahme jubeln.
Doch die Realität sieht anders aus. BlackRocks Global Infrastructure Partners und die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT übernehmen AES für 15 Dollar je Aktie. Das klingt zunächst nach einem fairen Deal, schließlich entspricht das einem Aufschlag von rund 35,5 Prozent auf den Kurs vom 8. Juli, bevor die ersten Übernahmegerüchte die Runde machten.
Das Problem ist nur, dass die Aktie am Freitag bei 17,28 Dollar schloss. Die 15 Dollar liegen damit satte 13 Prozent unter dem letzten Kurs. Kein Wunder also, dass die Anleger heute frustriert verkaufen.
Der AI-Boom treibt die Bewertungen
Die Ironie der Geschichte ist, dass AES eigentlich genau im richtigen Sektor unterwegs ist. Stromversorger sind derzeit heiß begehrt, weil die Rechenzentren für künstliche Intelligenz einen enormen Energiehunger entwickeln. AES hat bereits Verträge mit Google, Microsoft und Amazon abgeschlossen, um Strom für deren Datenzentren zu liefern.
Die Käufer GIP und EQT setzen genau auf diesen Trend. Sie zahlen insgesamt 33,4 Milliarden Dollar inklusive Schulden für das Unternehmen. Das Management von AES hatte in der Vergangenheit mehrfach beklagt, dass die Börse den Wert des Unternehmens nicht richtig einschätzt. Jetzt bekommen sie die Quittung in Form eines Abschlags zum Freitagskurs.
Für Anleger, die noch in der Aktie stecken, bleibt jetzt nur noch Abwarten. Der Deal soll Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen werden. Bis dahin wird der Kurs wohl kaum über die 15 Dollar steigen. Die Hoffnung auf weitere Kursgewinne ist damit erst einmal vom Tisch.
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