Beim US-Drohnenhersteller AeroVironment schrillen plötzlich die Alarmglocken. Der Rüstungstechnologie-Konzern hat seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr deutlich gesenkt. Anleger reagieren nervös. Die Aktie rutscht nachbörslich kräftig ab.
Info: AeroVironment ist ein US-Hersteller von Drohnen und unbemannten Luftfahrtsystemen, spezialisiert auf militärische, sicherheitsrelevante und kommerzielle Anwendungen. Der Konzern entwickelt u. a. kleine Aufklärungsdrohnen und taktische Drohnensysteme.
AeroVironment Aktie Chart
AeroVironment senkt Prognose
Der Konzern rechnet nun mit einem deutlich niedrigeren Gewinn als bisher. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie erwartet das Unternehmen nur noch 2,75 bis 3,10 Dollar. Zuvor hatte das Management deutlich mehr in Aussicht gestellt.
Auch beim Umsatz tritt der Konzern auf die Bremse. Statt bis zu 2,0 Mrd. Dollar peilt AeroVironment nun maximal 1,95 Mrd. Dollar an.
Gründe für die Korrektur
Auslöser für die Korrektur sind mehrere Probleme gleichzeitig. Im dritten Quartal rutscht der Konzern tief in die roten Zahlen. Unter dem Strich steht ein Verlust von rund 156 Mio. Dollar. Ein Jahr zuvor fiel der Fehlbetrag noch deutlich kleiner aus. Hauptgrund ist eine massive Abschreibung auf Firmenwerte. Allein dieser Effekt belastet das Ergebnis mit mehr als 150 Mio. Dollar.
AeroVironment läuft es nicht rund
Einnahmen verschieben sich zeitlich nach hinten. Außerdem muss AeroVironment Anpassungen im Raumfahrtgeschäft vornehmen. Dadurch bleiben die Quartalszahlen unter den Erwartungen der Analysten.
Trotz der schwachen Ergebnisse versucht das Management Zuversicht zu verbreiten. Die Nachfrage nach Drohnentechnologie fürs Militär bleibt hoch. Der Auftragsbestand wächst deutlich und erreicht inzwischen rund 1,1 Mrd. Dollar. Ein wichtiger Wachstumstreiber bleibt zudem die Übernahme des Rüstungs- und Technologiekonzerns BlueHalo.
Für Anleger heißt das
Für Anleger ergibt sich ein gemischtes Bild. Auf der einen Seite steht ein stark wachsender Markt für Drohnen und militärische Technologien. Auf der anderen Seite sorgen Abschreibungen, verschobene Umsätze und gesenkte Prognosen für Unsicherheit. Kurzfristig könnte die Aktie daher unter Druck bleiben, auch wenn die langfristige Nachfrage nach Drohnensystemen hoch bleibt.
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