Der Stopp des Badger-Auftrags durch das US-Verteidigungsministerium bringt AeroVironments Umsatzplanung für das Geschäftsjahr 2026 ins Wanken. Analysten hatten für das Programm etwa 175 Mio. USD an Erlösen erwartet, die überwiegend in der zweiten Jahreshälfte anfallen sollten. Wie stark wiegt diese Pause auf den Erwartungen und welche Szenarien sind nun plausibel?
Warum der Vertragsstopp wirkt
Die technische Ursache ist simpel: Ein Stop‑Work‑Order unterbricht Lieferungen und Zahlungen, bis die Vertragslage geklärt ist. Für AeroVironment bedeutet das unmittelbar Unsicherheit bei einem Posten, der zuvor als signifikanter Umsatztreiber für FY2026 eingestuft wurde. Gleichzeitig hat der Markt die Nachricht schnell eingepreist — die Aktie schloss am Freitag bei 267,00 €; binnen sieben Tagen verlor sie rund 20%.
Kurzfristig verschiebt das die Einnahmen und erhöht die Gefahr von Prognoseanpassungen. Andersherum besteht die Möglichkeit, dass eine Neuverhandlung zu geänderten Vertragsbedingungen führt (zum Beispiel einem firm‑fixed‑price‑Modell), was die Margen langfristig stabilisieren könnte. Welche Seite überwiegt, hängt davon ab, wie schnell und in welcher Form das DoD und AeroVironment zu einer Einigung kommen.
Analysten, Zahlen, Ausblick
Die Stimmung unter Analysten ist geteilt: Zacks bewertet das Papier mit Rang #4 (Sell), der Konsens sieht AeroVironment allerdings als „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 375,41 USD. Anfang Januar hatten positive Einschätzungen — etwa ein „Overweight“ von KeyBanc und eine Bestätigung des „Buy“ durch Bank of America — bereits für Kursgewinne gesorgt.
Wichtige Kennzahlen, die nun im Fokus stehen:
– Erwartetes EPS im nächsten Quartal: 0,72 USD (prognostiziertes Wachstum gegenüber Vorjahr: +140 %).
– Erwarteter Umsatz fürs Quartal: 479,86 Mio. USD (prognostiziertes Wachstum: +186,24 %).
– Konsens für das Geschäftsjahr: EPS 3,46 USD (+5,49 %) und Umsatz rund 2 Mrd. USD (+143,43 %).
Diese Zahlen werden bei der nächsten Berichtssaison besonders genau geprüft. Fällt der Beitrag des Badger‑Programms aus oder wird er deutlich verschoben, wären Revisionen der Umsatz‑ und Ergebnisprognosen zu erwarten. Gelingt eine Neuverhandlung mit günstigeren Konditionen, könnte das die Margen stützen — allerdings ist der zeitliche Rahmen ungewiss.
Im Moment bleibt die Aktie kurzfristig volatil (RSI liegt bei 38,3; 30‑Tage‑Volatilität hoch). Langfristig zeigt die Historie jedoch, dass die Aktie in den letzten 12 Monaten deutlich zugelegt hat, was die aktuelle Schwäche relativiert.
Konkrete Beobachtungspunkte für die kommenden Wochen: Bestätigt das Management, welche Umsätze aus dem Badger‑Programm für FY2026 noch realistisch sind; ob und in welchem Umfang Vertragsbedingungen neu verhandelt werden; und wie Analysten ihre Schätzungen nach dem Stop‑Work‑Order anpassen. Das nächste Quartalsbericht wird hier die entscheidenden Klarstellungen liefern.
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