AeroVironment-Aktie: Laser, Wetter und 25 Millionen Dollar!

AeroVironment sichert sich einen 25-Millionen-Dollar-Vertrag mit der US Air Force und positioniert seine Laserwaffensysteme als alltagstaugliche Allwetterlösung.

Auf einen Blick:
  • US Air Force erteilt AeroVironment-Tochter UES einen Drei-Jahres-Vertrag über 25 Millionen Dollar
  • Fokus auf Sensoren, Wearables und KI-gestützte Biosensor-Analytik für Militärpersonal
  • AeroVironment-Manager argumentiert öffentlich, dass Laserwaffen im Schlechtwetter oft besser abschneiden als die Drohnen, die sie bekämpfen
  • Vorarbeit mit dem 711th Human Performance Wing der Air Force bereits vorhanden

AeroVironment meldet dieser Tage gleich zwei Dinge auf einmal. Erstens: Die Tochtergesellschaft UES hat einen Drei-Jahres-Vertrag mit der US Air Force über 25 Millionen Dollar eingeheimst. Zweitens: Aaron Westman, Senior Director of Business Development bei AV, erklärt in einem öffentlichen Beitrag ausführlich, warum Laserwaffen bei schlechtem Wetter besser funktionieren als ihr Ruf vermuten lässt.

Der Vertrag: Technologien aus dem Labor in die Truppe

Der neue Auftrag läuft über das Air Force Research Laboratory, konkret über den 711th Human Performance Wing. Worum geht es? Um Technologien, die in der Entwicklung feststecken, sogenannte Technology Readiness Levels 3 bis 5. Gut genug, um zu funktionieren. Noch nicht gut genug, um draußen im Feld zu bestehen.

AeroVironment soll das ändern. Sensoren für Cockpits, Wearables für abgelegene Einsatzorte, KI-gestützte Analyse von Biosensordaten und Ansätze aus der Biotechnologie, etwa biologische Stresssensoren. Johnathan Jones, Senior Vice President bei AV, sprach von einer Rolle, die Biosensing-Technologien bei der Überwachung militärischer Einsatzbereitschaft spielen werden. Das Unternehmen hat mit demselben Wing bereits an Sauerstoffüberwachungssystemen für Piloten gearbeitet, also ist das kein Neustart, sondern eine Fortsetzung.

AeroVironment Aktie Chart

Das Schönwetter-Argument, umgedreht

Westmans Beitrag zu Laserwaffen und Wetter ist im Grunde ein Lobbydokument, das sich als technische Analyse verkleidet. Aber er hat dabei nicht ganz unrecht. Sein Kernargument: Schlechtes Wetter schadet kleinen Drohnen früher und stärker als dem Lasersystem, das sie abschießen soll. Beim LOCUST-Laserwaffensystem zeige sich demnach, dass hohe Windgeschwindigkeiten die Stabilität und Sensorik kleiner UAS beeinträchtigen, bevor die Laserplattform selbst Probleme bekommt.

Dazu kommt: Laserwaffen nutzen passive Sensorik. Kein eigenes Signal, das ein Gegner orten könnte. Radarsysteme hingegen senden aktiv und machen sich damit angreifbar. Das ist ein echter Vorteil.

Ob das reicht, um die Skepsis der Beschaffer dauerhaft zu zerstreuen, steht auf einem anderen Blatt. Aber die Richtung ist klar: AeroVironment baut öffentlich an einem Narrativ, das Laserwaffen als Allwetterwaffe positioniert. Der 25-Millionen-Dollar-Vertrag zeigt, dass zumindest die Air Force mitzieht. Für jetzt.

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