AeroVironment Aktie: Auftragsbestand springt auf Rekord

Symbolbild, KI-generiert

AeroVironment steigert Umsatz und bereinigtes EPS im ersten Quartal. Der Auftragsbestand wächst auf 1,5 Milliarden US-Dollar.

Auf einen Blick:
  • Umsatz steigt auf 480,5 Millionen Dollar
  • Bereinigtes EPS übertrifft Analystenkonsens
  • Finanzierter Auftragsbestand wächst um 37 Prozent
  • Erster internationaler LOCUST-Auftrag über 50 Millionen

Der US-Rüstungskonzern AeroVironment hat zum Auftakt seines Geschäftsjahres 2027 die Markterwartungen deutlich übertroffen. Mit einem Rekordumsatz für ein erstes Quartal und einem massiven Anstieg der Auftragsbestände festigt das Unternehmen seine Position im Markt für unbemannte Flugsysteme und laserbasierte Verteidigungslösungen. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds im laufenden Jahr zeigt sich das Management für die kommenden Monate hochgradig zuversichtlich.

Deutlicher Ergebnissprung zum Auftakt des Geschäftsjahres

In dem Anfang August abgeschlossenen ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 steigerte AeroVironment seinen Umsatz um sechs Prozent auf 480,5 Millionen US-Dollar.

Besonders beim bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) lieferte das Unternehmen eine Überraschung: Mit 0,59 US-Dollar lag das Ergebnis nicht nur deutlich über dem Vorjahreswert von 0,32 US-Dollar, sondern übertraf auch die Analystenschätzungen von Zacks, die im Konsens lediglich mit rund 0,22 US-Dollar gerechnet hatten.

Obwohl unter dem Strich ein Nettoverlust von 5,1 Millionen US-Dollar verblieb, stellt dies eine signifikante Verbesserung gegenüber dem Fehlbetrag von 67,4 Millionen US-Dollar aus dem Vorjahreszeitraum dar.

Ein wesentlicher Treiber für die verbesserte Profitabilität war die bereinigte Bruttomarge im Produktgeschäft, die von 36 Prozent auf 40 Prozent kletterte. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 53 Millionen US-Dollar, was einer Marge von elf Prozent entspricht.

Auftragsboom durch autonome Systeme

Das Rückgrat des Wachstums bildet das Segment der autonomen Systeme, das einen Umsatz von 346 Millionen US-Dollar erzielte — ein Plus von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Hierbei profitiert AeroVironment insbesondere von einer starken Nachfrage nach unbemannten Fluggeräten wie den Modellen Puma, JUMP 20-X und der neuen P550. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Bereich Space, Cyber and Directed Energy (SCDE) einen Umsatzrückgang um 21 Prozent auf 134,5 Millionen US-Dollar, was unter anderem auf die Kündigung des SCAR-Programms zurückzuführen ist.

Entscheidend für die künftige Entwicklung ist jedoch die Auftragslage: Der finanzierte Auftragsbestand (Funded Backlog) sprang um 37 Prozent auf einen Rekordwert von 1,5 Milliarden US-Dollar. Berücksichtigt man alle vertraglichen Optionen, liegt der Gesamtbacklog sogar bei rund 2,8 Milliarden US-Dollar. AeroVironment gab an, dass damit bereits eine Umsatzsichtbarkeit von 86 Prozent für das gesamte Geschäftsjahr erreicht sei.

Investitionen in Kapazitäten und Lasertechnologie

Um die wachsende Nachfrage zu bedienen, investiert das Unternehmen massiv in seine Infrastruktur. Geplant ist ein neuer Campus in Südkalifornien für rund 100 Millionen US-Dollar sowie Erweiterungen in Salt Lake City und Huntsville.

In Albuquerque baut AeroVironment zudem Kapazitäten für das Laserwaffensystem LOCUST aus, für das gestern der Erhalt eines ersten internationalen Auftrags über mehr als 50 Millionen US-Dollar bekannt gegeben wurde. Dies folgt auf einen US-Army-Produktionsvertrag über rund 465 Millionen US-Dollar, der die Aktie am heutigen Donnerstag um 8,7 Prozent auf 131,65 Euro steigen ließ.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 bestätigt das Management seine Prognose und erwartet einen Umsatz zwischen 2,125 und 2,225 Milliarden US-Dollar. Dabei wird ein Großteil der Profitabilität in der zweiten Jahreshälfte erwartet; rund 70 Prozent des Jahresgewinns sollen in diesem Zeitraum anfallen. Trotz der heutigen Kursgewinne notiert das Papier mit einem Abstand von 63 Prozent noch immer deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 359,50 Euro.

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