AeroVironment Aktie: 500-Millionen-Rahmenvertrag für Domestic Shield

AeroVironment integriert Teledyne-Sensoren in Titan-Systeme zur Basisverteidigung. Erster Abrufauftrag über 80,5 Mio. Dollar bereits erteilt.

Auf einen Blick:
  • Integration von Argus-XL-Sensoren
  • Rahmenvertrag mit 500 Mio. Dollar Volumen
  • Erster Abrufauftrag über 80,5 Mio. Dollar
  • Aktie erholt sich leicht auf 129,95 Euro

AeroVironment rüstet technologisch auf. Der Drohnenspezialist integriert neue Sensoren in sein Titan-MS-System. Damit reagiert der Konzern auf die wachsende Gefahr durch feindliche Drohnenangriffe auf US-Stützpunkte.

Strategische Allianz für die Basisverteidigung

Das Unternehmen nutzt dafür künftig das Argus-XL-System von Teledyne FLIR Defense. Diese Sensoren sollen Bedrohungen über weite Distanzen aufspüren und lückenlos verfolgen. Die Integration erfolgt im Rahmen der Regierungsinitiative „Domestic Shield“.

Die Beschaffung läuft über einen bestehenden Rahmenvertrag mit dem US-Verteidigungsministerium. Dieser hat ein Gesamtvolumen von 500 Millionen US-Dollar. AeroVironment festigt damit seine Rolle als Systemanbieter für die vernetzte Drohnenabwehr.

Fokus auf Wachstumsmärkte

Bereits im Juli erhielt der Konzern einen ersten Abrufauftrag über 80,5 Millionen Dollar. Diese Mittel fließen in die Lieferung von Titan-Systemen an das Global Strike Command der Air Force. Die Drohnenabwehr gilt intern als wichtigster Wachstumstreiber der nächsten Jahre.

Parallel zum operativen Ausbau ordnet AeroVironment seine Führungsebene neu. Vorstandsmitglied Stephen F. Page wird in den Ruhestand treten. Analysten wie die Experten von Citizens bewerten die Positionierung des Konzerns dennoch positiv. Sie verweisen auf die enge Verzahnung mit staatlichen Behörden.

Erholung auf niedrigem Niveau

Die Börse reagierte am Freitag mit einem Plus von 2,24 Prozent auf 129,95 Euro. Trotz dieser leichten Erholung bleibt die Lage für Investoren herausfordernd. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 39 Prozent an Wert verloren.

Anleger blicken nun auf den späten Sommer. Dann veröffentlicht AeroVironment seine nächsten Quartalszahlen. Diese müssen belegen, dass Zukäufe wie BlueHalo und die jüngsten Großaufträge das operative Geschäft tatsächlich so stark beschleunigen wie angekündigt.

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