Adobe steht unter Druck durch generative KI, doch das Unternehmen zeigt Stärke. Während viele Analysten KI als Bedrohung sehen, wächst der Umsatz weiter zweistellig. Margen bleiben hoch, und das Unternehmen kauft eigene Aktien zurück.
Adobe Aktie Chart
Die Quartalszahlen übertrafen Erwartungen
Adobe erzielte 6,19 Mrd. Dollar Umsatz, 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag bei 5,50 Dollar pro Aktie und damit ebenfalls über den Prognosen.
Besonders stark wuchs das digitale Mediensegment mit Photoshop, Illustrator und weiteren Kernprodukten. Die Nachfrage aus dem Unternehmensbereich bleibt stabil, selbst angesichts der KI-Entwicklungen.
Adobe nutzt KI nicht nur als Risiko, sondern auch als Chance. Produkte wie Firefly steigern den Funktionsumfang der Creative Cloud. Das Unternehmen bindet Kunden über KI-gestützte Angebote enger an seine Plattform und verkauft Zusatzdienste wie Firefly Credits. Die kürzliche Übernahme von Semrush soll helfen, LI-getriebenen Traffic besser zu monetarisieren.
Der Aktienkurs notiert günstig
Die Aktie von Adobe wird mit nur 11-Fachen erwarteten Gewinnen bewertet. Die starke Bilanz erlaubt weitere Aktienrückkäufe und strategische Käufe. Analysten sehen eine Neubewertung nach oben, erwarten aber keine Rückkehr zu früheren Höhen von 35–40 fachen Gewinnen. Realistisch sind 16–23 fache Gewinne, mit Potenzial bereits am unteren Ende dieses Rahmens.
Für Anleger heißt das
Adobe bleibt ein Kernwert im Softwarebereich. KI verändert das Geschäft, aber sie zerstört es nicht. Die Kombination aus stabilem Umsatz, hoher Kundenbindung und aggressiven Rückkäufen macht die Aktie attraktiv. Wer auf langfristiges Wachstum und Technologie-Resilienz setzt, sollte Adobe im Blick behalten.
Adobe demonstriert, dass Angst vor KI nicht gleichbedeutend mit Verlust ist – das Unternehmen nutzt die Welle, statt von ihr überrollt zu werden.
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