Seit Anfang März lassen sich Funktionen aus Photoshop, Adobe Express und Acrobat direkt über ChatGPT nutzen. Damit erhalten theoretisch bis zu 800 Millionen Nutzer Zugriff auf Adobe-Workflows. Nutzer können beispielsweise über einfache Prompts Bilder bearbeiten, Designs erstellen oder Dokumente optimieren. Die technische Basis bildet Adobes generative-AI-Plattform Firefly, die als „Agentic AI“ konzipiert ist und kreative Aufgaben automatisiert ausführen kann. Strategisch bedeutet diese Integration vor allem eines. Adobe verschiebt den Zugang zu seinen Kreativwerkzeugen zunehmend weg von klassischen Software-Interfaces hin zu AI-gesteuerten Workflows.
In den kommenden Tagen richtet sich der Blick des Marktes vollständig auf die Zahlen vom 12. März. Investoren werden besonders darauf achten, ob Adobe zeigen kann, dass Firefly tatsächlich zusätzliche Umsätze generiert und nicht nur bestehende Creative-Cloud-Produkte ersetzt. Ebenso wichtig wird sein, ob neue AI-Features mehr Enterprise-Kunden in Produkte wie Express oder Acrobat bringen. Liefert Adobe hier überzeugende Wachstumsdaten, könnte sich die Diskussion schnell von möglichen AI-Risiken hin zur Monetarisierung von AI verschieben.
Adobe Aktie Chart
Abwärtstrend ist noch intakt
Die Adobe-Aktie befindet sich aktuell in einem Abwärtstrend und hat auch die letzten Tiefs bei rund 275 US-Dollar unterschritten. Aktuell sieht es zwar so aus, als könnte die Aktie diese Marke wieder überschreiten, der Trend bleibt jedoch zunächst gebrochen. Sollte es auf der Oberseite zu Abweisungen kommen, könnte das eine Chance sein, vom aktuellen Abwärtstrend zu profitieren.
Wer hingegen auf eine Rückkehr in eine Long-Struktur warten möchte, kann die Abwärtstrendlinie im Blick behalten. Diese lässt sich vom Hoch am 09. Dezember 2024 anlegen. Ein Bruch über diese Linie könnte neue Käufer in den Markt bringen und wäre ein erstes Signal, dass die Abwärtsdynamik nachlässt. Ein echter Trendwechsel wäre das zwar noch nicht, aber ein erstes hilfreiches Indiz.
Ihr Konrad
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