Adobe Aktie: Michael Burry steigt bei 211 Euro ein

Der Aktienkurs von Adobe fiel seit Jahresbeginn um 25 Prozent. Prominenter Investor Michael Burry stockt seine Position auf.

Auf einen Blick:
  • Michael Burry erhöht Adobe-Anteil
  • KGV von 11 weit unter Branchenschnitt
  • 25 Milliarden Dollar Aktienrückkauf beschlossen
  • Firefly-KI in Google Gemini integriert

Die Aktie des Softwarekonzerns ist seit Jahresbeginn um rund 25 Prozent gefallen. Die Bewertung ist so günstig wie seit Jahren nicht – und ein prominenter Investor steigt ein.

Michael Burry setzt auf Adobe

Michael Burry, bekannt aus „The Big Short“, hat seine Adobe-Position aufgestockt. Sein Fonds Scion Asset Management wettet damit auf eine Erholung des Papiers. Derzeit notiert die Aktie bei etwa 211 Euro im Xetra-Handel.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 11 liegt Adobe weit unter dem Branchenschnitt von 22. Das ist ungewöhnlich für ein Softwareunternehmen mit starken Fundamentaldaten. Im letzten Quartal stieg der Umsatz um 12 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar. Auch der Gewinn übertraf die Erwartungen.

„Der Markt bestraft Adobe für die vermeintliche Bedrohung durch KI“, kommentieren Analysten. Konkurrenten wie Canva oder generative KI-Tools setzen das klassische Geschäftsmodell unter Druck.

Rekordrückkauf gegen den Abwärtstrend

Der Vorstand zeigt sich zuversichtlich. Im April autorisierte der Aufsichtsrat ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 25 Milliarden Dollar – mit Laufzeit bis 2030. Ein klares Signal: Das Management glaubt an die eigene Cashflow-Stärke.

Parallel dazu treibt Adobe die KI-Integration voran. Die hauseigene Firefly-KI steckt nun direkt in Google Gemini. Das soll die Reichweite in Unternehmen erhöhen. Die KI-bezogenen Umsätze (Firefly ARR) haben bereits die Marke von 250 Millionen Dollar geknackt.

Rechtsstreit um die gescheiterte Figma-Übernahme

Ein altes Problem bleibt jedoch bestehen. Die Shareholders Foundation hat im Mai 2026 den Stand eines laufenden Verfahrens aktualisiert. Es geht um angebliche Falschaussagen zwischen 2021 und 2022 – vor der gescheiterten 20-Milliarden-Dollar-Übernahme von Figma.

Der Markt bleibt skeptisch. Das Kursziel der medianen Analystenschätzung liegt bei rund 280 Euro – ein Aufwärtspotenzial von gut 30 Prozent. Ob sich die Wette lohnt, hängt davon ab, wie schnell Adobe im KI-Zeitalter neues Wachstum generiert. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob die Wende gelingt.

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