Adobe Aktie: Kursziel 190 US-Dollar gesenkt

Bank of America stuft Adobe herab und senkt Kursziel auf 190 Dollar. Analysten warnen vor schwindendem Wettbewerbsvorteil durch KI.

Auf einen Blick:
  • Neue 'Underperform'-Bewertung durch Bank of America
  • KI-Geschäft macht unter zwei Prozent Umsatz aus
  • Umsatzwachstum könnte bis 2027 auf 8,8 Prozent fallen
  • HSBC bleibt mit 308 Dollar Kursziel optimistisch

Adobe verliert am Donnerstag deutlich an Boden. Eine neue Analyse der Bank of America drückt auf die Stimmung. Experten befürchten, dass künstliche Intelligenz den Vorsprung des Software-Riesen schmilzt.

Die Bank of America bewertet Adobe neu mit „Underperform“. Das Kursziel setzen die Analysten bei 190 US-Dollar an. Ihrer Einschätzung nach senkt künstliche Intelligenz (KI) die Hürden für die Erstellung professioneller Inhalte massiv.

KI-Konkurrenz setzt Software-Riesen unter Druck

Das erhöht den Wettbewerb für Adobe. Bisher macht das KI-Geschäft weniger als zwei Prozent des jährlichen Umsatzes aus. Das Management nutzt die Technologie bisher primär zur Verteidigung des Bestandsgeschäfts.

Die Experten erwarten eine langfristige Abschwächung. Das Umsatzwachstum könnte bis 2027 auf 8,8 Prozent fallen. Bisher lagen die Prognosen für die kommenden Jahre noch im zweistelligen Bereich.

Geteilte Meinungen der Analysten

HSBC sieht die Lage optimistischer. Mit einem Kursziel von 308 US-Dollar widersprechen die Analysten der pessimistischen Stimmung. Sie verweisen auf die Leistung im zweiten Quartal 2026.

Damals stieg der Umsatz um knapp 13 Prozent auf 6,62 Milliarden US-Dollar. Adobe reagiert zudem mit neuen Funktionen in Photoshop und Premiere. Diese KI-Agenten sollen komplexe Arbeitsabläufe vollautomatisch steuern.

Aktuell notiert die Aktie bei 188,20 Euro. Das entspricht einem Minus von 2,61 Prozent zum Vortag. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf fast 34 Prozent.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt geschätzt bei 12,2. Im Branchenschnitt zahlen Anleger das 29-Fache der Gewinne. Die Bewertung wirkt damit im historischen Vergleich günstig.

Adobe setzt im Juli auf neue Algorithmen für die Werbeoptimierung. Diese nutzen Daten aus Adobe Analytics direkt für Marketing-Kampagnen. Die Marktreaktion auf diese technischen Updates wird die kommenden Wochen prägen.

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