Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Adobe verliert seinen langjährigen Chef Shantanu Narayen, der das Unternehmen seit 2007 führte und maßgeblich den Wandel vom Lizenzgeschäft zum Abo-Modell vorantrieb. Die Reaktion der Börse fiel entsprechend harsch aus. Die Aktie sackte im vorbörslichen Handel am Freitag um über 7,5 Prozent ab.
Dabei waren die Quartalszahlen eigentlich gar nicht schlecht. Der Umsatz kletterte um 12 Prozent auf 6,40 Mrd. Dollar und lag damit deutlich über den erwarteten 6,28 Mrd. Dollar. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie von 6,06 Dollar übertraf Adobe die Analystenschätzungen von 5,87 Dollar. Die KI-basierten wiederkehrenden Umsätze haben sich sogar mehr als verdreifacht.
Trotzdem herrscht Nervosität. Narayen wird zwar als Chairman an Bord bleiben und die Nachfolgersuche begleiten. Doch sein Abgang kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Die Adobe-Aktie hat seit Jahresbeginn bereits rund 22 Prozent verloren, weil Anleger befürchten, dass neue KI-Tools das traditionelle Geschäftsmodell aushebeln könnten.
Adobe Inc. Aktie Chart
Die KI-Strategie steht auf dem Prüfstand
Die Unsicherheit ist greifbar. Adobe muss beweisen, dass es im KI-Zeitalter mithalten kann, während neue Wettbewerber mit günstigeren und schnelleren Lösungen auf den Markt drängen. Der Konzern hat zwar eigene KI-Produkte wie Firefly entwickelt und Drittanbieter-Modelle in Photoshop und Premiere Pro integriert. Doch die Frage bleibt, ob das ausreicht.
Für das laufende zweite Quartal erwartet Adobe Umsätze zwischen 6,43 und 6,48 Mrd. Dollar sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von 5,80 bis 5,85 Dollar. Das liegt zwar über den Analystenschätzungen, konnte die Anleger aber nicht überzeugen. Die Jahresprognose bestätigte das Unternehmen.
Jetzt kommt es darauf an, wer Narayens Nachfolge antritt. Die neue Führung muss schnell Vertrauen aufbauen und zeigen, dass Adobe in der KI-Ära nicht nur überleben, sondern dominieren kann. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben.
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