Die Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz boomt. Aber bei Software-Riesen wie Adobe kommt das Geld bisher kaum an. Während Hardware-Hersteller Rekorde feiern, fürchten Anleger eine „SaaSpocalypse“. Am Mittwoch versuchte die Aktie bei 198,58 Euro eine erste Bodenbildung.
Auslöser der jüngsten Nervosität war eine Warnung von IBM. Viele Konzerne schichten ihre IT-Budgets derzeit aggressiv um. Sie investieren massiv in KI-Server, Speicher und Chips. Dafür sparen sie bei klassischer Software und Beratung. Bei IBM stiegen die Infrastruktur-Einnahmen parallel dazu um 37 Prozent. Das Software-Geschäft enttäuschte hingegen.
Angriff durch Gratis-Software
Hinzu kommt wachsender Wettbewerbsdruck im Kerngeschäft. Der Rivale Canva rollt am heutigen Mittwoch sein neues Werkzeug „Code 2.0“ weltweit aus. Nutzer können damit Webseiten und Apps per Spracheingabe bauen. Canva bietet das Tool für seine 265 Millionen monatlichen Nutzer kostenlos an. Adobe reagierte bereits auf den Vorstoß. Das Unternehmen senkte die Preise für seinen Firefly-Dienst um 30 Prozent.
Trotz der schwierigen Lage hält das Management an seinen Zielen fest. Der Jahresumsatz für 2026 soll bis zu 26,6 Milliarden Dollar erreichen. Ein Rückkaufprogramm über 25 Milliarden Dollar stützt den Kurs. In der Führungsetage steht derweil ein Wechsel an. CEO Shantanu Narayen übernimmt künftig den Posten des Board Chair. Ein Nachfolger wird noch gesucht.
Die Aktie notiert aktuell fast punktgenau auf ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste dennoch auf rund 30 Prozent. Die Skepsis am Markt bleibt hoch. Adobe muss beweisen, dass die verdreifachten KI-Erlöse den Rückgang im klassischen Software-Budget dauerhaft kompensieren können.
Adobe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adobe-Analyse vom 15. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Adobe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adobe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
