Adobe-Aktie: Bodenbildung oder weiter abwärts?

Die Adobe-Aktie setzt ihren Abwärtstrend fort und fällt auf den tiefsten Stand seit 2018. Technische Indikatoren deuten auf eine mögliche Trendwende hin.

Auf einen Blick:
  • Kurssturz auf Tiefststände seit 2018
  • 200-Monats-Linie erneut unterschritten
  • RSI signalisiert starke Überverkauftheit
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis auf historischem Tief

Die Adobe-Aktie rauscht immer weiter in die Tiefe. Nach einer leichten Kursstabilisierung im April und Mai dominieren im Juni die Bären wieder ganz klar das Geschehen. Seit Monatsbeginn belaufen sich die Kursabgaben mittlerweile auf fast 25 Prozent. Am Mittwoch rutschte der Kurs unter die 200-Dollar-Marke, am Freitag ging es weiter hinab auf Tiefstkurse von 190,12 Dollar. So günstig war die Aktie letztmals im Februar 2018.

200-Monats-Linie im Fokus

Letzte Woche ist der Kurs unter die 200-Monats-Linie (SMA200) gefallen. Im April war dies schon einmal der Fall, doch dann setzte eine Erholung ein. Auf Schlusskursbasis wurde die 200-Monats-Linie bislang nur einmal durchbrochen – und zwar während der Finanzkrise im Jahr 2009. Zu einem nachhaltigen Bruch kam es bislang aber nicht. Seinerzeit brachte der Folgemonat starke Gewinne mit sich, sodass Anleger auch diesmal auf einen Turnaround hoffen dürfen.

Adobe Aktie Chart

Denn mit Blick auf die Bewertung war die Aktie selten so günstig wie aktuell. Auf Basis der Erwartungen für 2026 wird Adobe nur noch mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10 bewertet, das im kommenden Jahr auf unter 10 fallen könnte.

Aktie massiv überverkauft

Hinzu kommt, dass die Aktie aus technischer Sicht massiv überverkauft ist und der Relative-Stärke-Index (RSI) auf Monatsbasis nun erstmals die kritische 30-Punkte-Schwelle unterschritten hat. Alles Anzeichen dafür, dass der Abwärtstrend seinem Ende entgegenlaufen könnte.

Wie geht es für die Adobe-Aktie weiter?

Blind darauf verlassen sollten sich Anleger aber nicht, da der Trend weiterhin eine extrem starke Abwärtsdynamik aufweist und eine Bodenbildung nicht abzusehen ist. Und aus charttechnischer Sicht gilt: Sollte die Aktie die 200-Monats-Linie nachhaltig durchbrechen, hätten die Bären auf der Unterseite ein großes Feld vor sich. Erst bei 43,66/48,47 Dollar sind wieder nennenswerte Unterstützungen auszumachen.

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