Adobe selbst sieht sich eigentlich auf einem guten Weg und die letzten Quartalszahlen fielen alles andere als schlecht aus. Dennoch befindet der Aktienkurs sich im laufenden Jahr in einer Abwärtsspirale und die Analysten werden vorsichtiger. Piper Sandler kassierte Anfang des Monats die Kaufempfehlung und gibt sich seither neutral. Goldman Sachs sprach im Januar sogar eine Verkaufsempfehlung aus.
Ausgelöst wird die zunehmende Zurückhaltung vor allem durch Künstliche Intelligenz. Zwar ist Adobe bemüht darum, bei diesem Thema aufzuspringen und letztlich zu profitieren. Die Märkte sind sich aber alles andere als sicher darüber, ob dies auch von Erfolg gekrönt sein wird.
Adobe im Nachteil?
Seit OpenAI und Anthropic immer neue KI-Agenten vorstellen, wachsen die Sorgen davor, dass der klassische Software-Bereich an Bedeutung verlieren könnte. Bei Adobe sind entsprechende Zukunftsängste besonders ausgeprägt. Denn wer brauch noch Photoshop oder Premiere Pro, wenn in Zukunft ein KI-Assistent entsprechende Aufgaben übernimmt?
Adobe Aktie Chart
Es lässt sich darüber streiten, ob die KI solche Software tatsächlich obsolet machen wird. Einige Beobachter sprechen auch von eher übersichtlichen Effekten. Zum Teil werden Adobe durch die Integration von KI-Funktionen auch Chancen eingeräumt. Die Entwicklung an der Börse zeigt aber deutlich, dass die Sorgen momentan überwiegen.
Im Abwärtstrend
Allein seit Jahresbeginn verlor die Adobe-Aktie um knappe 25 Prozent an Wert. Der negative Trend sollte sich in dieser Woche fortsetzen; der Kurs landete am Freitag bei eher übersichtlichen 263,97 US-Dollar. Das ist nicht besonders weit entfernt vom 52-Wochen-Tief bei 251,10 Dollar. Adobe scheint den Anlegern momentan keine Perspektive dafür bieten zu können, wie man in der KI-Zukunft weiteres Wachstum erzielen oder wenigstens bestehen könnte.
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