Adobe kämpft an zwei Fronten. Während der Software-Konzern Rekordumsätze meldet, zweifeln Analysten an der Macht seiner künstlichen Intelligenz. Die Aktie notiert aktuell bei 195,66 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über 31 Prozent.
Die Skepsis ist konkret. Die Bank of America stufte das Papier jüngst auf „Underperform“ herab. Die Experten befürchten, dass neue KI-Tools die Preise unter Druck setzen könnten. Ein Kursziel von 190 Dollar unterstreicht diese Sorge.
Offensive bei Partnerschaften
Parallel dazu setzt Adobe auf eine breite Allianz-Offensive. Das Unternehmen integriert das Sprachmodell Claude von Anthropic in seine Marketing-Plattformen. Auch Werberiesen wie WPP und Accenture Song nutzen mittlerweile die KI-Architektur der Kalifornier. Die Übernahme von Topaz Labs verstärkt zudem die Video-Funktionen in der Creative Cloud.
Die nackten Zahlen beeindrucken indes. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 6,62 Milliarden Dollar. Besonders wichtig: Der jährlich wiederkehrende Umsatz durch KI-Produkte erreichte 4,6 Milliarden Dollar.
Rückkaufprogramm als Stütze
Um den Kurs zu stabilisieren, hat der Vorstand ein massives Aktienrückkaufprogramm gestartet. 25 Milliarden Dollar fließen in den Erwerb eigener Anteile. HSBC zeigt sich davon unbeeindruckt und hält an einem optimistischen Kursziel von 308 Dollar fest.
Klarheit bringt der nächste Quartalsbericht im September 2026. Investoren fordern dann den Nachweis, dass die neuen Partnerschaften die Margen dauerhaft absichern. Die jährliche Volatilität liegt aktuell bei nervösen 42 Prozent.
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