Adidas-Aktie: Der teuerste Sieg der Unternehmensgeschichte!

Trotz Rekordumsätzen bei WM-Trikots und Fußbällen verzeichnet Adidas den größten Aktienkurssturz der Firmengeschichte. Hohe Marketingausgaben belasten die Marge.

Auf einen Blick:
  • Adidas verzeichnete Rekordverkäufe in Q2, getrieben durch die Fußball-WM
  • Rund 1,5 Milliarden Euro WM-bezogene Umsätze, aber 212 Millionen Euro Mehrkosten für Marketing
  • Aktie erlitt den größten Tageseinbruch der Unternehmensgeschichte
  • 52-Wochen-Tief bei 129,95 Euro, aktuell rund 11,5 Prozent im Minus

Vier Mal mehr Trikots als beim vorherigen Turnier. Doppelt so viele Fußbälle. Rund 1,5 Milliarden Euro an WM-bezogenen Umsätzen. Und trotzdem rauschte die Adidas-Aktie am Donnerstag so tief nach unten wie nie zuvor in der Geschichte des Unternehmens.

Timothée Chalamet, Messi, Bad Bunny – und die Rechnung

Adidas hat beim diesjährigen Weltturnier alles gegeben. Monate vor Nike und Puma brachte der Konzern aus Herzogenaurach seine Merchandise-Kollektion auf den Markt, flankiert von einer Kampagne, die an Starpower kaum zu überbieten war. Lionel Messi, Timothée Chalamet, Bad Bunny. Das Kalkül ging auf, zumindest beim Absatz.

Beim Gewinn sieht die Sache anders aus. Adidas investierte 212 Millionen Euro zusätzlich in Marketing. Das fraß die operative Hebelwirkung der Rekordumsätze schlicht auf. Die Marge litt, die Anleger reagierten entsprechend.

Der größte Kurseinbruch der Firmengeschichte

Minus 11,5 Prozent an einem einzigen Tag. Das ist kein normaler Abverkauf nach enttäuschenden Zahlen, das ist ein Vertrauensbruch. Wer auf eine saubere Kombination aus Umsatzwachstum und Margenverbesserung gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Adidas lieferte das eine, nicht das andere.

Dabei war der Druck ohnehin schon spürbar. Die Samba- und Gazelle-Welle, die den Konzern in den vergangenen Jahren getragen hat, verliert an Schwung. Adidas sucht den nächsten großen Trend, und der ist noch nicht in Sicht.

War es das wert?

Das ist die Frage, die sich jetzt stellt. Adidas hat die Bühne der Welt gemietet, und zwar exklusiv. Kein Rivale kann das rückgängig machen. Aber 212 Millionen Euro Mehrausgaben für ein Quartal, in dem die Marge trotz Rekorderlösen nicht mithalten konnte, das ist kein Ruhmesblatt für die Finanzplanung.

Rekordabsatz, historischer Kurseinbruch. Manchmal ist Gewinnen das Teuerste, was ein Unternehmen sich leisten kann.

Adidas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adidas-Analyse vom 31. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Adidas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adidas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Adidas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)