Die Adidas-Aktie hat den Handel am Freitag mit einem Zuwachs von 2,1 Prozent bei 150,10 Euro beendet. Das Papier legte damit an einem Handelstag zu, an dem eine Branchenanalyse von dpa-AFX die aktuellen Belastungen für die Sportartikelhersteller hervorhob.
Nachlassende Nachfrage nach Sportbekleidung, eine Zunahme von Rabattaktionen sowie eine spürbare Zurückhaltung des Handels bei den Vorbestellungen für das Jahr 2027 prägen das gegenwärtige Marktumfeld.
Trotz dieses Gegenwinds verzeichneten Marken wie Adidas, On und Hoka laut der Branchenanalyse weiterhin Wachstum. Das Analysehaus Bernstein Research bestätigte am Freitag die Einstufung für Adidas mit „Outperform“ und bezifferte das Kursziel auf 245 Euro. Bereits am Donnerstag hatte Bernstein seine ursprüngliche Branchenstudie vorgelegt und die positive Einschätzung für den Herzogenauracher Konzern beibehalten.
Geteilte Signale aus dem Analystenlager
Die Einschätzungen am Markt fallen allerdings nicht einheitlich aus. Piper Sandler bekräftigte am Montag seine Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 180,00 Euro. Zugleich reduzierten die Analysten des Hauses Medienberichten zufolge jedoch ihre Gewinnschätzungen für das dritte Quartal 2026 sowie für die Gesamtjahre 2026 und 2027.
Die Zurückhaltung der Händler bei längerfristigen Ordern verdeutlicht, wie vorsichtig der Einzelhandel die Konsumneigung plant. Dass sich einzelne Marken in diesem Umfeld dennoch behaupten, liegt vor allem an selektiven Nachfrageimpulsen im Schuhsegment und an gezielten Produkteinführungen. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie von Adidas dennoch ein Minus von 11 Prozent.
Produktkooperationen und anstehende Quartalszahlen
Auf der Produktseite setzt der Konzern weiterhin auf spezialisierte Kollektionen und Partnerschaften. Am Dienstag kündigte Adidas eine Sonderedition des Predator-Fußballschuhs an, die anlässlich des Freistoß-Jubiläums von David Beckham erscheint.
Zu Beginn der Woche gaben Adidas Originals und die Marke Hellstar zudem den Ausbau ihrer globalen Partnerschaft für Herbst und Winter 2026 bekannt, die neben Schuhen der Megaride-Reihe auch Bekleidung umfasst. Bereits Anfang des Monats hatte das Unternehmen eine vom Stil der 1990er-Jahre inspirierte Herbstkollektion mit dem Designer Willy Chavarria vorgestellt.
Klarheit über die finanzielle Verfassung im laufenden Geschäftsjahr erwarten Investoren zum Monatsende. Wie das Unternehmen bestätigte, veröffentlicht die Adidas AG am 29. Oktober die Ergebnisse für die ersten neun Monate 2026. Dieser Bericht wird zeigen, in welchem Ausmaß sich die branchenweiten Nachfragesorgen und Rabattwellen tatsächlich in den Margen und Erlösen des Konzerns niedergeschlagen haben.
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