Vor der anstehenden Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das dritte Quartal richten Finanzexperten den Blick verstärkt auf die Wettbewerbsposition von Adidas. Die Aktie notiert aktuell bei 157,85 Euro und liegt damit rund 2,0 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 154,72 Euro. Während der Sportartikelhersteller seine Produktpalette zum Herbst erweitert, prüfen Marktbeobachter die mittelfristigen Wachstumstreiber im globalen Markt.
Experten bewerten Marktanteile und Währungseffekte
Am Mittwoch äußerten sich zwei Analysehäuser zur operativen Verfassung des Konzerns. RBC Capital Markets bestätigte die Einstufung für die Aktie mit „Outperform“ und beließ das Kursziel bei 200 Euro. Analyst Piral Dadhania hob seine Schätzungen für die Jahre 2027 und 2028 aufgrund positiver Währungseffekte leicht an.
Zurückhaltender äußerte sich Berenberg am selben Tag. Die Privatbank beließ die Einstufung auf „Hold“ bei einem Kursziel von 190 Euro. Analyst Nick Anderson verwies darauf, dass sinkende Marktanteile des Konkurrenten Nike mittelfristig Anbietern wie Adidas, Puma und On zugutekommen könnten. Zugleich betonte er, dass sich die hohen Lagerbestände im Markt zunächst normalisieren müssten, bevor sich diese Effekte voll entfalten können.
Zahlreiche Produktanläufe zum Saisonwechsel
Parallel zu den Markteinschätzungen setzt das Unternehmen auf frische Impulse im Sortiment. Gestern stellte Adidas die neue Ultimate365+ Course Control Golf-Bekleidung für kalte Wetterbedingungen vor, die ab sofort erhältlich ist. Die Ankündigung folgt auf weitere Produktpräsentationen der laufenden Woche.
Dazu zählt die Ankündigung einer Neuauflage des Basketballschuhs Harden Vol. 1, der mit der Hyperboost-Technologie ausgestattet wird. Im Segment Adidas Originals plant das Unternehmen zudem für den 17. Oktober das Erscheinen einer neuen Gazelle Indoor-Farbvariante in Zusammenarbeit mit Bad Bunny. Diese Initiativen sollen die Präsenz in den Kernkategorien vor dem wichtigen Schlussquartal stärken.
Quartalsbericht wirft seine Schatten voraus
Klarheit über die tatsächliche Geschäftsentwicklung erhalten Anleger in knapp zwei Wochen. Am 29. Oktober 2026 wird Adidas die vollständigen Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegen, dessen Berichtsperiode am 30. September endete. Neben den Umsatzzahlen und Margen dürften dabei vor allem Aussagen zum Lagerabbau und zum Ausblick auf das Gesamtjahr im Mittelpunkt des Interesses stehen.
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