Adidas Aktie: Innovationstage am 23./24. September

Symbolbild, KI-generiert

Barclays bewertet Adidas mit Overweight und 210 Euro Kursziel, während neue Kollektionen und geplante Innovationstage Impulse liefern sollen.

Auf einen Blick:
  • Barclays ruft 210 Euro Kursziel aus
  • Innovationstage für September vorgesehen
  • Neue Lifestyle-Kollektionen weltweit gestartet
  • Aktie notiert 12 Prozent im Minus

Trotz eines schwierigen Börsenjahres rückt die Adidas-Aktie durch eine frische Analystenbewertung und eine dichte Folge von Produkt-Launches wieder stärker in den Fokus der Anleger.

Während der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach operativ mit einer breit angelegten Lifestyle-Offensive und exklusiven Kooperationen antwortet, richten Marktbeobachter ihren Blick bereits auf die kommenden Wochen. Besonders die im September geplanten Strategieveranstaltungen werden als potenzieller Wendepunkt für die zuletzt unter Druck geratene Aktie gewertet.

Analysten setzen auf Innovationstage als Kurstreiber

Ein wesentlicher Impuls kam gestern von der britischen Investmentbank Barclays. Die Analystin Viktoria Petrova stufte das Papier in einer aktuellen Analyse mit „Overweight“ neu ein und rief ein Kursziel von 210 Euro aus.

In der Begründung wurde insbesondere auf die für den 23. und 24. September geplanten Innovationstage verwiesen. Diese Veranstaltungen gelten am Markt als wichtiger Katalysator, da das Unternehmen dort neue Technologien und Designansätze präsentieren dürfte, die die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der internationalen Konkurrenz stärken sollen.

Medienberichten zufolge wird die Neubewertung durch Barclays als positives Signal für den gesamten Sektor gewertet. Die Analysten trauen dem Konzern zu, durch technische Neuerungen und eine verbesserte Produktmischung die Margen wieder nachhaltiger zu stabilisieren. Dieser Optimismus steht im Kontrast zur bisherigen Jahresentwicklung der Aktie, die seit Jahresbeginn ein Minus von 12 % verzeichnet hat.

Produktoffensive im Bereich Lifestyle und Kollaborationen

Parallel zur strategischen Einordnung treibt Adidas seine globale Vermarktung mit hoher Schlagzahl voran. Am Dienstag startete weltweit die Kollektion „Adidas Originals by JENNIE“, die in Zusammenarbeit mit dem K-Pop-Star entstand.

Ein zentrales Element dieser Kampagne ist der „Superstar Square Ballet“, mit dem das Unternehmen verstärkt auf den Trend zu modischen Hybrid-Sneakern setzt. Zeitgleich wurde in Europa die neue „Adidas Originals Apparel Collection“ ausgerollt, die seit dem 1. September über die digitalen Kanäle und ausgewählte Handelspartner verfügbar ist.

Am heutigen Donnerstag steht zudem ein begrenzter Verkaufsstart im Fokus: Über die hauseigene CONFIRMED-App findet heute der Drop des „adidas Climacool Futurecool“ statt. Das Verfahren wird per Raffle (Losverfahren) abgewickelt, wobei die Gewinner noch im Tagesverlauf benachrichtigt werden sollen.

Diese Strategie der künstlichen Verknappung dient dazu, die Markenbegehrlichkeit in der Sneaker-Community hochzuhalten. Für den weiteren Verlauf des Monats sind zudem namhafte Kooperationen angekündigt, darunter eine Kollektion zum 30. Jubiläum von Pokémon sowie neue Modelle in Zusammenarbeit mit Pharrell Williams und Bad Bunny.

Marktlage und technische Einordnung

An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 148,65 Euro und zeigt sich damit im frühen Handel leicht schwächer. Das Papier kämpft weiterhin damit, den längerfristigen Abwärtstrend zu durchbrechen. Das aktuelle Kursniveau liegt etwa 5,7 % unter dem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage, was die anhaltende Skepsis der Marktteilnehmer in den vergangenen Monaten widerspiegelt.

Auch international versucht der Konzern, durch gezielte Verkaufsaktionen die Lagerbestände zu optimieren und die Markenpräsenz zu erhöhen. In Singapur läuft seit dem 1. September die „9.9 Sale“-Aktion, die nach einem exklusiven Vorabzugang für Mitglieder seit gestern für die breite Öffentlichkeit zugänglich ist und noch bis zum 10. September andauert.

Solche regionalen Rabattaktionen sind Teil der Bemühungen, das Wachstum in den asiatischen Märkten wieder zu beschleunigen, während man in Europa verstärkt auf margenstarke Premium-Kollektionen setzt.

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