Adidas startet mit einer starken Ausgangslage in die Weltmeisterschaft in Nordamerika. Der Konzern aus Herzogenaurach rüstet insgesamt 14 der 48 Nationalmannschaften aus. Damit lässt das Unternehmen den US-Konkurrenten Nike hinter sich, der lediglich 12 Teams unter Vertrag hat.
Dominanz auf dem Rasen
Neben Schwergewichten wie Argentinien, Spanien und Deutschland setzt Adidas auf technische Innovationen. Der neue Spielball „Trionda“ besteht aus nur vier großflächigen Panels. Eine spezielle Oberflächentextur soll die Ballkontrolle für die Spieler spürbar verbessern.
Kritiker diskutieren parallel dazu über aerodynamische Details. Windkanal-Tests deuteten zuletzt auf einen höheren Luftwiderstand bei hohen Geschwindigkeiten hin. Für den Konzern zählt jedoch vor allem die globale Sichtbarkeit. Hohe Absatzzahlen bei den Fantrikots sollen die Umsätze im laufenden Quartal stützen.
Analysten heben den Daumen
Die fundamentale Entwicklung stützt die jüngste Kursrallye. Die Royal Bank of Canada (RBC) hob ihr Kursziel für die Aktie deutlich an. Die Experten erwarten nun 210 Euro statt bisher 170 Euro.
Das Bankhaus stuft das Papier auf „Outperform“ hoch. Als Grund nennen die Analysten ein erwartetes Gewinnwachstum von jährlich 25 Prozent bis 2027. Ein Urteil des US Supreme Court sorgt für zusätzliche Fantasie. Adidas rechnet mit einer Rückzahlung von US-Zöllen in Höhe von rund 300 Millionen Dollar.
Technische Warnsignale nach der Rallye
An der Börse schloss das Papier die Woche bei 176,00 Euro ab. Innerhalb von 30 Tagen legte der Kurs um fast 22 Prozent zu. Dieser steile Anstieg ruft nun vorsichtige Marktteilnehmer auf den Plan.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert aktuell bei 74,5 Punkten. Damit gilt die Aktie als überkauft. Zudem liegt der Kurs deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt von knapp 159 Euro. Das Risiko für kurzfristige Gewinnmitnahmen nimmt nach der starken Woche zu.
Am 176-Euro-Level entscheidet sich in den nächsten Tagen die kurzfristige Richtung. Ende Juli folgt mit dem Quartalsbericht der nächste wichtige Termin für Investoren. Dann wird sich zeigen, ob der Trikotabsatz die hohen Erwartungen der Analysten erfüllt.
Adidas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adidas-Analyse vom 13. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Adidas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adidas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
