Adidas Aktie: 14 Teams gegen Nike

Adidas rüstet 14 WM-Teams aus und übertrifft Nike. RBC hebt Kursziel auf 210 Euro. Analysten erwarten starkes Gewinnwachstum bis 2027.

Auf einen Blick:
  • 14 Nationalteams mit Adidas-Ausrüstung
  • RBC erhöht Kursziel auf 210 Euro
  • Aktie nach Rallye technisch überkauft
  • US-Zollrückzahlung von 300 Millionen Dollar erwartet

Adidas startet mit einer starken Ausgangslage in die Weltmeisterschaft in Nordamerika. Der Konzern aus Herzogenaurach rüstet insgesamt 14 der 48 Nationalmannschaften aus. Damit lässt das Unternehmen den US-Konkurrenten Nike hinter sich, der lediglich 12 Teams unter Vertrag hat.

Dominanz auf dem Rasen

Neben Schwergewichten wie Argentinien, Spanien und Deutschland setzt Adidas auf technische Innovationen. Der neue Spielball „Trionda“ besteht aus nur vier großflächigen Panels. Eine spezielle Oberflächentextur soll die Ballkontrolle für die Spieler spürbar verbessern.

Kritiker diskutieren parallel dazu über aerodynamische Details. Windkanal-Tests deuteten zuletzt auf einen höheren Luftwiderstand bei hohen Geschwindigkeiten hin. Für den Konzern zählt jedoch vor allem die globale Sichtbarkeit. Hohe Absatzzahlen bei den Fantrikots sollen die Umsätze im laufenden Quartal stützen.

Analysten heben den Daumen

Die fundamentale Entwicklung stützt die jüngste Kursrallye. Die Royal Bank of Canada (RBC) hob ihr Kursziel für die Aktie deutlich an. Die Experten erwarten nun 210 Euro statt bisher 170 Euro.

Das Bankhaus stuft das Papier auf „Outperform“ hoch. Als Grund nennen die Analysten ein erwartetes Gewinnwachstum von jährlich 25 Prozent bis 2027. Ein Urteil des US Supreme Court sorgt für zusätzliche Fantasie. Adidas rechnet mit einer Rückzahlung von US-Zöllen in Höhe von rund 300 Millionen Dollar.

Technische Warnsignale nach der Rallye

An der Börse schloss das Papier die Woche bei 176,00 Euro ab. Innerhalb von 30 Tagen legte der Kurs um fast 22 Prozent zu. Dieser steile Anstieg ruft nun vorsichtige Marktteilnehmer auf den Plan.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert aktuell bei 74,5 Punkten. Damit gilt die Aktie als überkauft. Zudem liegt der Kurs deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt von knapp 159 Euro. Das Risiko für kurzfristige Gewinnmitnahmen nimmt nach der starken Woche zu.

Am 176-Euro-Level entscheidet sich in den nächsten Tagen die kurzfristige Richtung. Ende Juli folgt mit dem Quartalsbericht der nächste wichtige Termin für Investoren. Dann wird sich zeigen, ob der Trikotabsatz die hohen Erwartungen der Analysten erfüllt.

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