Nach der angehobenen Gewinnprognose für Adidas hat auch Citigroup das Kursziel erhöht. Der optimistischere Ausblick beruht auf vorläufigen Rekordergebnissen. Zugleich plant Adidas zusätzliche Ausgaben zur Verbesserung des künftigen operativen Hebels. Damit verbindet das Unternehmen die höhere Gewinnerwartung mit Investitionen, deren Nutzen über das laufende Quartal hinausreichen soll.
Gewinn wächst stärker als Umsatz
Adidas veröffentlichte am 20. Oktober die vorläufigen Ergebnisse für das dritte Quartal 2026. Der Umsatz stieg um 9 %. Das Betriebsergebnis legte deutlich stärker zu.
Diese unterschiedliche Dynamik ist für die Einordnung des Rekordquartals entscheidend: Adidas erzielte nicht nur höhere Erlöse, sondern steigerte das operative Ergebnis überproportional. Die Ergebnisentwicklung liefert damit den Hintergrund für die angehobene Jahresprognose.
Der Quartalsumsatz erreichte 7.252 Mio. €. Das Betriebsergebnis wuchs um 37 % auf 1.008 Mio. €.
Die Zahlen sind vorläufig. Die angekündigte Veröffentlichung der endgültigen Quartalsergebnisse am Donnerstag bildet deshalb den nächsten konkreten Termin für Anleger. Bis dahin stützt sich die Bewertung des Quartals auf die bereits veröffentlichten Eckdaten.
Höherer Gewinnausblick trotz geplanter Ausgaben
Für 2026 erwartet Adidas nun ein Betriebsergebnis von rund 2,5 Mrd. €. Zuvor hatte das Unternehmen rund 2,3 Mrd. € in Aussicht gestellt.
Beim Umsatzausblick bleibt Adidas dagegen bei seiner bisherigen Erwartung. Die Anhebung betrifft somit das operative Ergebnis und nicht die Wachstumsprognose. Für Anleger liegt die zentrale Veränderung in der erwarteten Profitabilität.
Das währungsbereinigte Umsatzwachstum soll weiterhin 9–10 % betragen. Im vierten Quartal will Adidas rund 100 Mio. € in Initiativen zur Verbesserung des künftigen operativen Hebels reinvestieren. Die Bruttomarge erreichte im Rekordquartal 54,3 %.
Die geplanten Reinvestitionen gehören damit zum Gesamtbild des höheren Gewinnausblicks. Adidas kündigt zusätzliche Ausgaben an und erwartet dennoch ein höheres Jahresergebnis als zuvor.
Citigroup reagiert auf die Prognoseanhebung
Medienberichten zufolge erhöhte Citigroup-Analystin Monique Pollard am Mittwoch ihr Kursziel von 200 € auf 211 €. Die Anpassung folgte auf die Prognoseanhebung des Unternehmens.
Das höhere Kursziel ist eine Analysteneinschätzung, keine Zusage für die Kursentwicklung. Für die weitere fundamentale Einordnung stehen zunächst die endgültigen Quartalszahlen im Mittelpunkt. Sie folgen auf einen vorläufigen Bericht, der stärkeres Gewinnwachstum, einen höheren Ergebnisausblick und geplante Reinvestitionen miteinander verbindet.
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