Rekordaufträge und zweistellige Wachstumsraten reichen der Börse nicht mehr aus. Die spanische Acs Group liefert zum Jahresauftakt 2026 starke Zahlen, kämpft aber mit einer hohen Bewertung. Parallel dazu belastet die jüngste Kursrallye die Stimmung der Anleger.
Wachstum auf breiter Front
Der Bau- und Infrastrukturkonzern steigerte seinen operativen Nettogewinn im ersten Quartal um 25 Prozent auf 239 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte währungsbereinigt auf 12,3 Milliarden Euro.
Das operative Ergebnis (EBITDA) wuchs zeitgleich um 16 Prozent auf 772 Millionen Euro. Die Margen verbesserten sich dabei in allen Segmenten. Das Ergebnis je Aktie kletterte auf 0,89 Euro.
Schuldenabbau und volle Auftragsbücher
ACS generierte in den vergangenen zwölf Monaten einen operativen Cashflow von 2,3 Milliarden Euro. Diese Finanzkraft nutzte das Management für einen massiven Schuldenabbau. Die Nettoverschuldung sank bis März 2026 auf 1,5 Milliarden Euro.
Der Auftragsbestand erreichte mit 99,8 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert. Damit ist der Umsatz für etwa zwei Jahre abgesichert. Ein wesentlicher Treiber ist das Geschäft mit Rechenzentren. Allein im ersten Quartal sammelte ACS hier neue Aufträge über 6,9 Milliarden Euro ein.
Bewertung dämpft die Euphorie
Trotz der operativen Stärke korrigierte die Aktie nach der Bekanntgabe deutlich. Marktbeobachter führen dies auf die ambitionierte Bewertung nach dem starken Vorjahr zurück. Seit Jahresbeginn liegt das Papier noch immer mit 45,58 Prozent im Plus.
Aktuell notiert der Kurs bei 126,00 Euro. Dies entspricht einem Plus von 2,19 Prozent zum Wochenauftakt. Das Papier bleibt damit rund elf Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Das Management bestätigt das Ziel für 2026. Der operative Nettogewinn soll um 20 bis 25 Prozent steigen. Aktionäre erhalten zudem eine erhöhte Dividende von 2,40 Euro je Aktie.
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