Accenture kauft ein. Und kauft. Und kauft. Der jüngste Deal: Keepler Data Tech aus Spanien, mehr als 240 Spezialisten aus Datenwissenschaft, maschinellem Lernen und Cloud-Architektur. Für UBS-Analyst Kevin McVeigh ist das kein Zufallskauf, sondern ein weiteres Puzzlestück in einem Bild, das der Markt offenbar noch nicht vollständig sieht.
5 Milliarden, und das ist erst der Anfang
Accenture hat sein Akquisitionsziel für das Fiskaljahr 2026 von ursprünglich 3 Milliarden auf nun 5 Milliarden Dollar angehoben. Rund 1,6 Milliarden sind bereits geflossen, in Deals wie NeuraFlash, Halfspace und Decho. McVeigh nennt das keine aggressive Ausgabenpolitik, sondern eine bewusste Verschiebung hin zu margenstarken, technologiegetriebenen Geschäftsmodellen. Weniger klassische Beratungsarbeit mit viel Personalaufwand, mehr skalierbare Plattformlösungen. Genau das, wofür große Unternehmenskunden zunehmend einen einzigen Partner suchen statt fünf verschiedene Anbieter.
Accenture plc Aktie Chart
200% Wachstum, und der Vergleich ist vernichtend
Seit dem Start der Generative-AI-Initiative im Fiskaljahr 2023 ist Accentures KI-Umsatz auf rund 2,7 Milliarden Dollar gewachsen, bis 2025. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von annähernd 200 Prozent. Zum Vergleich: Das frühe Cloud-Geschäft des Unternehmens wuchs damals mit rund 132 Prozent. KI läuft also schneller. Die Bookings in diesem Bereich sollen sich im laufenden Fiskaljahr noch einmal mehr als verdoppeln.
Drei Faktoren, ein Argument
McVeigh bündelt seine These in drei Punkten: Rekord-Bookings im KI-Bereich, eine auf hochmargige Themen ausgerichtete Akquisitionspipeline, und eine Belegschaft von mehr als 85.000 KI-Profis. Zusammen, so UBS, ergibt das keine zyklische Wachstumsgeschichte, sondern eine strukturelle Verbesserung der Profitabilität. Accenture bleibt demnach Top-Pick bei UBS, eben weil der aktuelle Kurs diesen Wandel noch nicht einpreist. Wer wartet, bis der Markt es begreift, kauft dann teurer laut der Schlussfolgerung des Analysten.
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