Accenture-Aktie: Damit hat niemand gerechnet!

Accenture integriert die Social-Media-Experten von Whalar in seine Werbesparte. Der Kaufpreis bleibt unter Verschluss.

Auf einen Blick:
  • Whalar wird Teil von Accenture Song
  • Übernahme von rund 170 Mitarbeitern
  • Fokus auf Creator-Marketing und Influencer
  • Werbemarkt wächst auf 43,9 Milliarden Dollar

Der IT- und Beratungskonzern Accenture hat kürzlich die geplante Übernahme von Whalar angekündigt, einer der renommiertesten Agenturen im Bereich Creator-Marketing und Social-Media-Kampagnen. Whalar soll in die Marketingsparte Accenture Song eingegliedert werden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Accenture-Aktie: 600 Millionen Dollar Kampagnenerfahrung in 40 Ländern

Whalar wurde vor rund einem Jahrzehnt gegründet und hat sich auf die Vermittlung und Steuerung von Kooperationen zwischen Marken und Content-Erstellern spezialisiert – also Personen, die über soziale Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube eine eigene Reichweite und Glaubwürdigkeit aufgebaut haben.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mehr als 600 Millionen Dollar an Kampagnenvolumen abgewickelt, war in über 40 Ländern tätig und ist mehrfach als beste Social- und Creator-Agentur ausgezeichnet worden. Rund 170 Mitarbeiter in den USA, Großbritannien, Irland, Deutschland und Spanien werden mit der Übernahme zu Accenture Song wechseln. Die bisherigen Whalar-Geschäftsführerinnen Emma Harman und Jo Cronk behalten ihre Führungsrollen.

Accenture-Aktie: Influencer als strategischer Wachstumsmarkt

Laut dem US-amerikanischen Branchenverband IAB sollen die Werbeausgaben im Creator-Bereich in den USA 2026 auf rund 43,9 Milliarden Dollar steigen – damit gehört dieses Segment zu den am schnellsten wachsenden in der gesamten Medienbranche. Accenture Song-Chefin Ndidi Oteh betonte, soziale Netzwerke seien heute der Ort, an dem Marken entdeckt, aufgebaut und erlebt werden. Wer dort keine überzeugende Präsenz aufbaue, verliere zunehmend den Anschluss.

Aus dem Mutterkonzern Whalar Group, der eigenständig weitergeführt wird, verbleiben die übrigen Unternehmen – darunter Sixteenth, Foam und Moby Ventures – unter den Gründern Neil Waller und James Street. Beide Seiten vereinbarten zudem eine dreijährige strategische Partnerschaft.

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