Die Aktie von Accenture verzeichnete gestern ein Kursplus von 3,4 Prozent und ging bei 211,30 Euro aus dem Handel. Rückenwind gaben die mittelfristigen Zielmarken, die das Unternehmen auf seinem Investorentag vorstellte und die von Medienberichten mit einer positiven Kursentwicklung verknüpft wurden.
Der Beratungs- und IT-Dienstleister stellte für die Geschäftsjahre 2027 und 2028 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von mindestens im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Für das Geschäftsjahr 2029 soll sich dieser Zuwachs auf eine mittlere bis hohe einstellige Spanne beschleunigen.
Parallel dazu peilt das Management eine kontinuierliche Verbesserung der Profitabilität an. Die operative Marge soll in den genannten Jahren um jährlich 10 bis 30 Basispunkte steigen. Über einen Zeitraum von 30 Tagen summiert sich das Kursplus der Aktie damit auf 30 Prozent.
Spekulationen um Veräußerung in China
Zu Beginn der Woche rückten zudem strategische Überlegungen im internationalen Geschäft in den Fokus. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die Financial Times und mit der Angelegenheit vertraute Personen gestern berichtete, prüft Accenture einen möglichen Verkauf seiner Aktivitäten in China.
Der potenzielle Transaktionswert könnte demnach bei bis zu 1,5 Milliarden $ liegen. Bislang ist jedoch weder ein konkreter Käufer bekannt noch wurde ein Vertrag unterzeichnet.
Die Überlegungen deuten darauf hin, dass der Konzern sein regionales Profil überprüfen und Ressourcen gezielter steuern könnte. Ob es tatsächlich zu einer Veräußerung kommt, bleibt angesichts des vorläufigen Charakters der Berichte offen.
Ausbau von Daten- und KI-Kapazitäten
Neben den mittelfristigen Zielen und Portfolioprüfungen treibt Accenture das operative Geschäft über Partnerschaften und gezielte Zukäufe voran. Am 13. Oktober vereinbarte das Unternehmen ein gemeinsames Entwicklungsprogramm mit Workday.
Ziel dieser Initiative ist es, Kunden bei der Implementierung von künstlicher Intelligenz in den Unternehmensbereichen Personalwesen und Finanzen zu unterstützen und sogenannte KI-Agenten in den laufenden Betrieb zu überführen.
Am selben Tag gab Accenture die Übernahme von Sagacity bekannt. Das in Großbritannien ansässige Unternehmen ist auf Daten- und Kundenanalysen spezialisiert. Durch die Transaktion wechseln mehr als 140 Spezialisten zur Einheit Accenture Song in Großbritannien und Irland.
Zu den finanziellen Details dieser Akquisition machten die Beteiligten keine Angaben. Die Schritte unterstreichen den strategischen Fokus, das Beratungsangebot im Technologie- und Softwareumfeld breiter aufzustellen.
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