Absci setzt voll auf generative künstliche Intelligenz, um die Entwicklung neuer Antikörper massiv zu beschleunigen. Die Strategie geht bisher auf. Anleger honorieren die klinischen Fortschritte mit einer massiven Kursrallye seit Jahresbeginn.
KI-gestützte Antikörper im Test
Im Zentrum steht der Antikörper ABS-201. Absci testet den Wirkstoff gegen erblich bedingten Haarausfall. Die ersten Hürden der kombinierten Phase 1/2a sind bereits genommen. Das Team schloss die ersten Sicherheitsprüfungen mit aufsteigenden Einzeldosen erfolgreich ab.
Nun startete die Dosierung in der nächsten Probandengruppe mit mehrfacher Gabe. Erste Daten zur Sicherheit und Pharmakokinetik folgen voraussichtlich noch im zweiten Quartal 2026. Bis zum Jahresende plant der Vorstand zudem erste Wirksamkeitsnachweise aus dieser Studie.
Parallel dazu bereitet Absci eine Phase-2-Studie für den Einsatz gegen Endometriose vor. Diese soll im vierten Quartal 2026 beginnen. Das Unternehmen nutzt seine Plattform, um gezielt Antikörper gegen den Prolaktin-Rezeptor zu entwickeln, die für beide Krankheitsbilder relevant sind.
Finanzpolster bis 2028
Die Börse feiert die klinischen Meilensteine. Seit Januar kletterte der Kurs um über 121 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 8,00 US-Dollar und damit nahe dem 52-Wochen-Hoch von 8,17 US-Dollar.
Finanziell ist das Unternehmen solide aufgestellt. Die vorhandenen Barmittel und Wertpapiere decken den Betrieb bis in die erste Jahreshälfte 2028 ab. Das sichert die Forschung langfristig und reduziert den Druck für kurzfristige Kapitalerhöhungen.
Absci nutzt diesen Spielraum für den Ausbau der frühen Pipeline. Mit ABS-202 befindet sich bereits ein weiterer Kandidat gegen Entzündungskrankheiten in der präklinischen Entwicklung. Das Ziel ist eine breite Palette an KI-generierten Therapeutika.
Die kommenden Monate bringen die Entscheidung über den KI-Ansatz. Besonders die für das zweite Halbjahr 2026 angekündigten Interimsdaten zum Haarausfall-Programm bestimmen den weiteren Weg der Aktie.
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